Große Freude bereitete die Fahrt nach Berlin den jungen Teilnehmern vom Haus der Jugend. Foto: Haus der Jugend
Pforzheim
Pforzheimer Haus der Jugend reist mit Geflüchteten in die Hauptstadt
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Pforzheim. „Das tollste Erlebnis, bei dem ich seit meiner Ankunft in Deutschland dabei sein durfte“, sagt Fuat, 18 Jahre, aus Syrien. Er ist einer von 25 Jugendlichen, die jüngst mit dem Haus der Jugend eine Städtetour in die Hauptstadt unternommen haben.

Für viele der meist aus dem Irak und Syrien stammenden Geflüchteten war dies der erste Aufenthalt in der Metropole.

Zu den vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund gesellten sich aber auch Jugendliche ohne ausländische Wurzeln. „Gerade diese Mischung von Jugendlichen aus verschiedenen sozialen Schichten mit oder ohne Migrationshintergrund ist erstrebenswert. Durch diese Begegnung außerhalb des eigenen Sozialraums bekommt jeder die Möglichkeit, vom anderen zu lernen und den anderen kennenzulernen“, so Konrad Hilligardt, Betreuer der SJR Betriebs gGmbH. Auf dem Programm standen etwa Besuche von geschichtspolitischer Relevanz wie eine Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen mit Zeitzeugengespräch, und eine Führung durch das durch die Nazis erbaute Olympiastadion. Auch freizeitpädagogische Angebote wie der Besuch eines Graffitiworkshops, eine Bootsfahrt vorbei am Regierungsviertel und der Museumsinsel beeindruckten die Teilnehmer.

Finanziert wurde das Ganze durch das Programm „AUF!leben“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Programm ist Teil des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ der Bundesregierung.