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13.12.2010

Pforzheimer Hotel als Operationsbasis der Bankräuber

KARLSRUHE. Die beiden in Tschechien lebenden Karlsruher Bankräuber, die am Freitag bei einem Schusswechsel mit der Polizei starben, haben nach Medieninformationen als Ausgangspunkt für ihre schon seit 15 Jahren andauernden Raubüberfälle ein Hotel in Pforzheim benutzt. Dort entdeckten die Ermittler weitere Hinweise zur Identität des Paares. Persönliche Papiere und Dokumente wie auch Kleidungsstücke wurden beschlagnahmt.

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Das Bankräuberpärchen soll nach Angaben ihres 20-jährigen Sohnes in einem Dorf im Süden Tschechiens gelebt haben. „Sie haben mir erzählt, sie würden zu Freunden nach Prag fahren“, sagte der Sohn der „Bild am Sonntag“. Statt nach Prag ist das Bankräuberpärchen nach Pforzheim gefahren. Dort soll es öfter im gleichen Hotel untergebracht gewesen sein. Pforzheim könnte wegen der guten Nahverkehrs-Verbindungen in die Region um Karlsruhe, Heidelberg und Südpfalz ausgesucht worden sein, denn die Polizei geht davon aus, dass die Bankräuber für die Verbrechen öffentliche Verkehrsmittel benutzt haben.

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Laut „Bild am Sonntag“ sollen Jaroslav B. (40) und Ruzena (38) zumindest bis 2002 nicht immer alleine die Banken ausgeraubt haben. Vom dritten Täter ist jedoch bislang noch nichts bekannt, ebenso vom Verbleib der Beute. In 15 Jahren waren das immerhin rund zwei Millionen Euro. Angeblich soll der Stiefvater, so der 20-Jährige, erklärt haben, dass er Buchmacher für Sportwetten sein soll. Eventuell ging das Geld für eine Spielsucht drauf.

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Die Ermittler hatten anhand der Beute und der bisherigen 20 Überfälle errechnet, dass die Gesuchten pro Monat etwa 10.000 Euro verbraucht haben. Deshalb rechnete die Polizei auch mit einem Banküberfall vor Weihnachten, weil bei dem letzten Überfall auf eine Sparkasse am 13. Juli in Karlsruhe die Beute bei rund 40.000 Euro lag.

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