nach oben
Die KinderKinoMacher: Sandi (hinten von links), Nahed Jrade, Barbara Freymark,Abdelkader, Khaled,Abdul, Uta Gruber-Ballehr, Mirzeta Haug, Mohammed (vorne von links), Aaram, Ali, Christine Müh. Foto: Schierling
Die KinderKinoMacher: Sandi (hinten von links), Nahed Jrade, Barbara Freymark,Abdelkader, Khaled,Abdul, Uta Gruber-Ballehr, Mirzeta Haug, Mohammed (vorne von links), Aaram, Ali, Christine Müh. Foto: Schierling
29.07.2018

Pforzheimer Kinder aus Flüchtlingsfamilien werden zu „KinderKinoMachern“

Pforzheim. Bei der Filmvorstellung „Die kleine Hexe“ ist der Kinobetrieb im Kommunalen Kino auf den Kopf gestellt worden. Nicht die Mitarbeiter des Kinos empfingen die Gäste und übernahmen den Einlass, sondern eine Gruppe von etwa zehn Kindern im Alter von sieben bis 16 Jahren.

Im voll besetzten Saal übernahmen die Kinder dann auch die Anmoderation: Sie begrüßten ihre Gäste, erklärten die Kinoregeln, sagten ein paar Worte zum Ablauf. Alles in deutscher und anschließend auch in arabischer Sprache.

Dass diese Gruppe ein Team bildete und irgendwie zum Kino gehörte, erkannten die Besucher an ihren T-Shirts – sie sind die KinderKinoMacher des Projektes „Mit Film begegnen“ vom Kommunalen Kino.

Die KinderKinoMacher sind Kinder aus Flüchtlingsfamilien in Pforzheim. Seit April trifft sich die Gruppe, um einmal im Monat eine Filmveranstaltung zu planen, zu organisieren und durchzuführen. Dabei sind sie in vielen Bereichen der Kinoorganisation eingebunden: Sie suchen die zu zeigenden Filme aus, sie übernehmen die Einladung der Gäste und für „Die kleine Hexe“ haben sie sogar eigene Flyer entworfen. In einer Kooperation mit dem Kulturamt hatten die KinderKinoMacher die Gelegenheit, im Rahmen einer Ausstellung in der Pforzheimer Galerie an einer alten Druckpresse zu drucken. Jeder durfte seine eigene Druckplatte entwerfen, an der Presse selbst Hand anlegen und seinen Entwurf drucken. Es entstanden etwa 80 Drucke, welche die Teilnehmer in Familien und Freundeskreis sowie in der Schule verteilten. Und der Einladung sind sichtlich viele geflüchtete Familien gefolgt.

Mehr lesen Sie am Montag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.