Pforzheim/Salzburg. In Salzburg werden Visionen und Wege für die Zukunft des europäischen Wirtschaftsstandorts diskutiert. Mehr als 200 Vorstandschefs sowie internationale Experten beschäftigten sich im Rahmen des Salzburg Summit 2022 mit den brennendsten Fragen Europas. Mit dabei: Professor Dr. Carlo Burkhardt von der Hochschule Pforzheim.
Das Tagungsmotto „Challenges“ adressiert die aktuelle Situation und die Herausforderungen, vor denen Europa steht. Eingeteilt in die vier zentralen Themenblöcke Klima und Energie, Innovation, Geopolitik und Gesellschaft, war der Pforzheimer Hochschulprofessor Burkhardt eingeladen, um als Leiter des Instituts für strategische Technologie- und Edelmetalle (STI) über Herausforderungen und Lösungsansätze für eine nachhaltige Rohstoffversorgung Europas zu referieren.


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Publikumswirksam eingebettet in eine Session, an der unter anderem Österreichs Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sowie der ehemalige Bundesminister Karl-Theodor zu Guttenberg teilnahmen, gab er einen umfassenden Überblick über die Versorgungsrisiken von Permanentmagneten und zeigte die dadurch verursachte starke Abhängigkeit der europäischen Schlüsselindustrien Mobilität, grüne Energie, Automatisierung und Digitalisierung von der aufstrebenden Weltmacht China auf. Er stimmte mit dem Vize-Rektor der Montanuniverstität Leoben, Peter MoserProfessor, darin überein, dass es großer Anstrengungen sowohl in der Primärversorgung mit Rohstoffen durch die Eröffnung neuer Abbaustätten als auch im Recycling durch verbesserte Rücknahmesysteme und Kennzeichnungspflichten bedarf, um die Versorgungssicherheit in Europa mittelfristig zu verbessern.
„Wir brauchen die Unterstützung der Politik, die Spekulation mit kritischen Rohstoffen zu unterbinden“, so Burkhardt.
Zudem bedürfe es verbindlicher Rahmenbedingungen, um Sicherheit für die notwendigen Milliardeninvestitionen im Bereich der Gewinnung und Verarbeitung von kritischen Rohstoffen zu schaffen.



