Pforzheim. Das Pforzheimer Stadtarchiv erhält eine Förderung aus dem Sonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Erhaltung national wertvollen schriftlichen Kulturguts. Damit verdoppelt das Archiv in diesem Jahr seine Mittel für die Erhaltung der wertvollsten historischen Zeitungsbestände. Zeitungen von 1794 bis 1945, zusammen über 300 Bände mit einem Gesamtgewicht von mehr als einer Tonne, können so vor drohendem Zerfall geschützt und auch für kommende Generationen im Original erhalten werden. Die Pforzheimer Zeitung hat bereits ein weltweit und rund um die Uhr abrufbares Online-Archiv mit allen PZ-Ausgaben vom 1. Oktober 1949 an (siehe unten).
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Dank der finanziellen Unterstützung in Höhe von rund 15.000 Euro kann die Verpackung und Papierentsäuerung der wichtigsten Zeitungsserien der Stadt in einem einzigen Projekt noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Aus den einstigen Massenprodukten sind heute wertvolle Unikate geworden – auch, weil das Papier von geringer Qualität ist und mit der Zeit zerfällt. Aufgehalten werden kann der Zerfall nur durch die Papierentsäuerung, die aufwändig und kostenintensiv ist. Ohne die zusätzlichen Bundesmittel hätte das Stadtarchiv dieses Jahr nur einen Teil der Zeitungen entsäuern lassen können.
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Alte Zeitungsnachrichten von überregionaler historischer Bedeutung
Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler ist stolz und dankbar für die Wertschätzung, die sich daraus für das Stadtarchiv ergibt: „Die historischen Zeitungsbände unseres Stadtarchivs sind natürlich für uns hier in Pforzheim von immensem Interesse, aber sie haben auch überregionale Bedeutung. Das hat die Förderung unterstrichen, jetzt gehören sie sozusagen ganz offiziell zum national wertvollen Kulturgut. Darauf können wir stolz sein!“
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Auch die stellvertretende Archivleiterin Dr. Sonja Hillerich, die das Projekt im Stadtarchiv federführend betreut, freut sich über die zusätzlichen Mittel, die durch die Projektförderung zur Verfügung stehen und erklärt: „Als die Ausschreibung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) kam, haben wir diese große Chance natürlich sofort ergriffen und einen Förderantrag gestellt“. Die KEK koordiniert die Verteilung von Fördermitteln, die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bereitgestellt werden.
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Digitale Benutzung im Lesesaal
„Wir wissen, dass wir einzigartige, wertvolle Bestände haben,“ ergänzt Annett Post-Hafner, als Leiterin der Archivbibliothek zuständig für die Zeitungsbestände und eng in die Umsetzung des Projekts eingebunden. „Aber es ging auch darum, diese Schätze nach außen darzustellen.“ Die Förderung durch die KEK ist als eine Würdigung der Arbeit des Stadtarchivs zu verstehen. Denn an Begründung, Qualität und Nachhaltigkeit der Projekte werden strenge Maßstäbe angelegt.
Für die digitale Benutzung im Lesesaal stehen hochwertige Scans der Zeitungen zur Verfügung. Weitere Informationen zu den Zeitungsserien des Stadtarchivs sind online abrufbar unter https://www.pforzheim.de/stadt/stadtgeschichte/stadtarchiv/bestaendeuebersicht/zeitungen.html
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Die komplette PZ seit dem 1. Oktober 1949 online durchstöbern
Schon 2008 hat die Pforzheimer Zeitung ihre gesamten Ausgaben seit der Erstausgabe vom 1. Oktober 1949 digitalisiert und für Interessierte online abrufbar gemacht. PZ-Abonnenten können die alten Seiten mit den historischen Artikeln und Familienanzeigen als PDF-Datei lesen, ausdrucken und speichern. Ausnahme: Die aktuellen Artikel und Seiten der vergangenen 30 Tage, die das E-Paper der PZ zum Download auf PCs und allen mobilen Geräten anbietet, können nur die Abonnenten von Premium-Abo und Digital-Abo lesen. Reine Zeitungsabos können für 4,30 Euro im Monat zum Premium-Abo aufgebessert werden. Mit dem E-Paper der PZ kann man also alle jemals erschienenen Ausgaben der Pforzheimer Zeitung digital weltweit und rund um die Uhr lesen. Mehr dazu unter www.pz-news.de/pz-abo







