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Haben die „No Angels“ für deren Rückkehr auf die Bühne trainiert: die Pforzheimer Choreographen Violetta Kromer und Camillo Lauricella.  Foto: Privat 

Pforzheimer Star-Choreografen bereiten No Angels für Comeback vor – und zeigen Tanzschritte im Video

Pforzheim. „I Wanna Be Daylight In Your Eyes“ – und schon haben all jene einen Ohrwurm, die miterlebten, wie die „No Angels“ 2001 diesen Popsong veröffentlichten. Im Juni, und damit 20 Jahre später, bringen vier der Sängerinnen die Nummer nun in einer neuen Version raus. Das Musikvideo ist bereits abgedreht. Mit dabei waren die beiden Pforzheimer Choreographen Violetta Kromer und Camillo Lauricella. Zu sehen sind sie im Video nicht, dafür die Schritte, die sie sich für Sandy Mölling, Jessica Wahls, Lucy Diakovska und Nadja Benaissa ausgedacht haben – hier in der Goldstadt.

Wie ist es, „Daylight“ nach so langer Zeit zu hören? „Ich kannte noch jede einzelne Liedzeile“, erzählt Violetta Kromer im PZ-Gespräch. „In unserer Jugend gingen die Texte ja in Fleisch und Blut über.“ Auch Camillo Lauricella meint: „Da ist man direkt wieder 14, 15.“ Die beiden sind Teil des Kreativteams „Army of Love“, das bereits mehrere Choreographien für die Schlagersängerin Helene Fischer erdachte (die PZ berichtete). Nun also die „No Angels“ – jene Girlgroup, die 2000 aus der ersten deutschen Staffel der Castingshow „Popstars“ hervorging.

Zeit war knapp

Der Anruf eines guten Freundes sei an Neujahr gekommen, erinnert sich Lauricella. Er habe gefragt, ob er Lust habe, die Künstlerinnen auf ihren ersten Auftritt und ein Musikvideo vorzubereiten. „Da musste ich nicht lange nachdenken“, sagt der 35-Jährige. Zusammen mit Kromer habe er im Studio in Pforzheim die ersten Schritte ausprobiert. „Die Anderen haben den Vieren Teile dann schonmal per Zoom beigebracht“, sagt er. Denn die Künstlerinnen leben über den Globus verstreut, das Zeitfenster war knapp.

„Die Vier sehen super aus und hatten richtig gute Laune. Die waren echt so süß.“

Insgesamt trafen sich Bandmitglieder und Tänzer für gerade mal zehn Tage in Köln. „Da wollten sie natürlich so früh wie möglich vorher üben, schließlich waren sie 20 Jahre nicht am Trainieren.“ Das habe man aber keinesfalls gemerkt. Im Gegenteil: Sie seien topfit, erzählt Kromer. „Wir haben jeden Morgen ein langes Stretching und Kräftigen gemacht“, so die 35-Jährige. „Die Vier sehen super aus und hatten richtig gute Laune. Die waren echt so süß.“ Im Grunde sei es weniger um ein Comeback gegangen, die Sängerinnen feierten einfach 20 Jahre No Angels – „und erwecken die alten Hits zum Leben“, freut sich Lauricella. Auch dem Musikvideo habe man etwas „2021-Flair“ verpasst. Schließlich habe sich nicht nur bei der Choreographie manches verändert, auch die Technologie sei heute eine völlig andere. „Sie haben richtig Gas gegeben, das Video ist cool geworden“, schwärmt Kromer. Dabei seien die Tage lang gewesen, mal 18, mal 20 Stunden wurde Mitte Februar gedreht.

Nah an den Stars

Den ersten öffentlichen Auftritt haben die „No Angels“ mittlerweile auch hinter sich. Sie waren Ende Februar zu Gast bei Florian Silbereisens „Schlagerchampions“ – mit überarbeitetem Song und der frisch einstudierten Choreographie. Selbst dabei sein konnten die Tänzer nicht, da sie parallel an einer RTL-Produktion beteiligt waren. „Für die Sendung, die Ende März ausgestrahlt wird, haben wir die Kandidaten gecoacht“, verrät Lauricella. Aufgeregt hätten die Künstlerinnen sich kurz vor dem Auftritt noch per Videoanruf gemeldet. „Also waren wir doch irgendwie dabei“, sagt Kromer.

Teil des Projekts gewesen zu sein, sei dieser Tage ein „echter Lichtblick“ gewesen, sind sich beide einig. „Es fehlt einem was, wenn man seine Leidenschaft nicht ausleben kann“, sagt Lauricella. „Das ist ein bisschen so, als müsste man ein Jahr lang auf Schokolade verzichten“, ergänzt Kromer. Ein Wiedersehen mit den „No Angels“ ist bereits geplant.

Die Tanzschritte im Video:

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Anke Baumgärtel

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