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05.04.2010

Pforzheims Bürgermeister Uhlig in den Alpen verschollen

PFORZHEIM/SALZBURG. Der Pforzheimer Baubürgermeister Alexander Uhlig und drei Bergkameraden werden seit Samstag in den Tiroler Bergen vermisst. Sie waren mit Schneeschuhen am Großvenediger unterwegs.

Bildergalerie: Alexander Uhlig - Baubürgermeister in Pforzheim

Die Nachricht ereilte Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager am Sonntag Abend über die Polizeidirektion: Die Kollegen der Alpinpolizei des Bezirks Zell am See hätten durchgegeben, unter vier vermissten Bergsteigern aus Baden-Württemberg befinde sich auch Bürgermeister Alexander Uhlig. Hager berief für Montagmittag um 13.30 Uhr eine Lagebesprechung bei der Feuerwehr ein. Mit dabei auch Erster Bürgermeister Roger Heidt. Grundtenor nach dem Krisengespräch: Man sei optimistisch, dass Uhlig wohlbehalten zurückkehre. Die Männer seien hervorragend ausgerüstet – unter anderem mit Biwacksäcken – und allesamt sehr erfahren.

70 Angehörige der Bergrettungen Neukirchen und Matrei, drei Alpinpolizisten und ein Hubschauber waren am Samstag bis kurz vor Mitternacht im Einsatz gewesen, um die vier Deutschen in dem riesigen Gletschergebiet des Großvenedigers zu suchen. Am Samstag Morgen war das Quartett aus Baden-Württemberg zum Berg aufgebrochen, hatte um 12.30 Uhr den Gipfel in 3662 Metern erreicht – und wurde gegen 14 Uhr von einer anderen Bergsteigergruppe letztmals gesehen. Im Nebel, so die österreichische Presseagentur APA, sei das Quartett in Richtung in Richtung Prager Hütte abgestiegen. Dort kamen sie jedoch nicht an – und die Suchaktion lief an. Erschwert wurde sie durch Neuschnee, starken Wind und durch eine auf Stufe 3 („erheblich“) erhöhte Lawinengefahr.

Am späten Montagnachmittag wurde die in der Nacht zum Sonntag abgebrochene Aktion fortgesetzt.