Die neu gewählten Landessynodalen Gert Hager und Olga Roth, mit Dietrich Pilz (rechts), dem Vorsitzenden der Stadtsynode. Ev. Kirche
Evangelische Kirche
Pforzheim
Pforzheims ehemaliger OB Gert Hager ist jetzt Vertreter der Kirche

Pforzheim. Gert Hager und Olga Roth heißen die neu gewählten Landessynodalen, die die Pforzheimer Stadtsynode nach Karlsruhe entsendet. In geheimer Wahl unter Regie des Synodenvorsitzenden Dietrich Pilz, konnte sich gestern Abend Pfarrerin Olga Roth gegen die bisherige ordinierte Landessynodale Ruth Nakatenus, Pfarrerin im Ruhestand, durchsetzen. Olga Roth erhielt von 37 Synodalen im Haus der Evangelischen Kirche 21 Stimmen, Ruth Nakatenus 16 Stimmen. Als einziger ehrenamtlicher Bewerber wurde der frühere Oberbürgermeister Gert Hager mit 34 abgegebenen Stimmen gewählt.

Die 37 stimmberechtigten Synodalen hatten jeweils zwei Stimmen zur Verfügung. Grundsätzlich muss mindestens ein Ehrenamtlicher und darf nur maximal ein Hauptamtlicher in die Landessynode entsendet werden.

Zuvor hatte Olga Roth in ihrer Bewerbungsrede betont, wie sehr sie dafür brenne „Zukunft in und für die Kirche zu gestalten“. Gert Hager hatte seine Freude an der Arbeit als Landessynodaler, aber auch die Dringlichkeit der Aufgaben betont: „Kirche ist wichtig, sie muss nach außen getragen werden.“

„Ich hätte am liebsten alle drei gewählt“, sagte Dekanin Christiane Quincke nach der Wahl und dankte Ruth Nakatenus für ihr besonderes Engagement. „Du hast für uns die stadtkirchlichen Interessen und innovativen Wege in der Landessynode vertreten und hattest dabei auch immer die gesamte Kirche im Blick“.

Auf sechs Jahre gewählt

Für sechs Jahre werden die Landessynodalen Hager und Roth die Interessen des Pforzheimer Stadtkirchenbezirks vertreten, die landeskirchlichen Herausforderungen gestalten und unter anderem die großen geplanten Sparmaßnahmen der Evangelischen Landeskirche in Baden mittragen.

EKV-Geschäftsführerin Sabine Künstler, erläuterte die Prozesse, die nach der Neustrukturierung der Evangelischen Kirche in Pforzheim in Bearbeitung sind. In der nächsten Sitzung am 9. Juli wird die Synode unter anderem den Haushalt der Evangelischen Kirche in Pforzheim beschließen.

Dekanin Christiane Quincke hob die Jahresplanung und besonderen Angebote der Themenbereiche hervor. Zudem erläuterte Dekanin Quincke den Zeitplan für die Kirchenwahlen, die am 29. November in Pforzheim stattfinden und damit ein Jahr später als in den meisten Kirchenbezirken der Landeskirche, die am 1. Advent 2025 gewählt hatten. Bei den Kirchenwahlen werden 22 Synodale aus den neu geschaffenen Wahlbezirken im Kirchenbezirk Pforzheim gewählt.

In ihnen ist auch das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche aktiv. Geschäftsführer Thomas Lutz berichtete, dass die Angebote für ältere Menschen ausgebaut werden. Für ganz junge Menschen ist das Projekt „Singen im Kindergarten“, das das Kantorat gemeinsam mit der Diakonie anbietet und das kürzlich mit dem Badischen Kirchenmusikpreis ausgezeichnet wurde. Und: Für Kinder und alle, die sich taufen lassen möchten, gibt es am 20. Juni ein großes Tauffest rund um die Stadtkirche, am 17. Juli wird das 1-jährige Bestehen der neuen Struktur mit fünf Themenbereichen im Hohenwart Forum begangen.

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