Während das Neubaugebiet Tiergarten boomt, tut sich in dem rot umrandeten Areal wenig. Bislang hat es die Hochschulstiftung weder geschafft, die ehemalige Pferdeklinik neben dem Studentenwohnheim einer Nachnutzung zuzuführen, noch ihre Konzeption für die weiteren Flächen umzusetzen. Foto: Konversionsgesellschaft

Im Dornröschenschlaf: die Pferdeklinik, von der Ziegel bröckeln. Seibel/PZ-Archiv
Pforzheim
Pläne für Brache im Tiergarten sollen endlich Fahrt aufnehmen
  • Claudius Erb

Pforzheim. Die Nachnutzung der maroden ehemaligen Pferdeklinik zieht sich seit Jahren hin. Die Stiftung der Hochschule will nun mit Investoren ihr Konzept rasch umsetzen. Im Tiergarten auf dem Buckenberg sollen Gebäude für Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups entstehen.

Als „Meilenstein für Pforzheim“ hatte OB Gert Hager die Erschließung eines Teils der ehemaligen Buckenberg-Kaserne für die Hochschule bezeichnet. Das war 2009. Doch bis auf den Bau eines Studentenwohnheims ist wenig passiert auf dem 26 000 Quadratmeter großen Areal im Westen des Tiergartens, das Andreas und Joachim Kohm einer hochschulnahen Stiftung zur Verfügung stellten. Die ehemalige Pferdeklinik zerfällt und wird nicht nur von Bewohnern des Vorzeige-Neubaugebiets als Schandfleck empfunden. Auf PZ-Nachfrage macht Martin Erhardt, Geschäftsführer der Stiftung Hochschule Pforzheim und früherer Rektor, Hoffnung auf eine baldige Lösung.

Derzeit werde an einer weiteren Nutzung gearbeitet, betont Erhardt. Die Planungen seien weit fortgeschritten, Investoren bereits an Bord. Bislang fehlten allerdings noch die finanziellen Mittel, die nur von weiteren Stiftern eingebracht werden könnten. Man sei „im guten Gespräch“ mit Ulrich Füting, dem Geschäftsführer der Konversionsgesellschaft.

„Wir brauchen eine Lösung“, sagt Füting. Die Pferdeklinik sei heruntergekommen, Ziegel fehlten, es regne hinein, und die Brache locke ungebetene Gäste an. „Leider gehört uns das nicht“, weist Füting darauf hin, dass die Konversionsgesellschaft außen vor ist. Nach seiner Einschätzung wäre es sinnvoll, zumindest das Dach zu flicken. Er hoffe, dass sich bis zum Sommer eine Lösung abzeichne.

Erhardt wird konkret. Unterhalb der Pferdeklinik sollen Gebäude entstehen, die insbesondere von Instituten und Forschungseinrichtungen der Hochschule genutzt werden könnten. Die Stiftung will Räume für Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Firmen zur Verfügung stellen, die mit der Hochschule kooperieren. Und es soll eine Plattform für Absolventen geben, die sich direkt nach dem Studium selbstständig machen wollen – „als hochschulnaher Start-up-Inkubator“.

Die Hochschule selbst und ihr Rektor Ulrich Jautz haben keinen unmittelbaren Einfluss auf diese Projekte.

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