Pforzheim. Ein 23-jähriger Mann hat am Donnerstagabend in der Zentralen Notaufnahme eines Pforzheimer Krankenhauses für einen Polizeieinsatz gesorgt. Der Mann soll sich aggressiv verhalten, mehrere Beamte angegriffen und versucht haben, an eine Dienstwaffe zu gelangen. Verletzt wurde niemand.
Wie die Polizei mitteilt, habe das Krankenhauspersonal vom Helios die Beamten am Donnerstag, 5. November, kurz vor 19.30 Uhr verständigt. Ein Patient habe sich geweigert, die Notaufnahme zu verlassen, und sich zunehmend aggressiv verhalten. Auch die hinzugezogenen Polizisten hätten den 23-Jährigen nicht dazu bewegen können, die Räumlichkeiten zu verlassen. Daraufhin sei entschieden worden, ihn in Gewahrsam zu nehmen.
Mann versucht, an Pfefferspray und Dienstwaffe zu gelangen
Als die Beamten den Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit aus der Notaufnahme bringen wollten, habe er sich gewehrt und versucht, zurückzulaufen. Die Polizisten hätten ihn daraufhin zu Boden gebracht. Beim Anlegen der Handschellen habe der 23-Jährige nach Angaben der Polizei um sich getreten und die Beamten in die Arme gekniffen.
Außerdem habe er versucht, an das Pfefferspray eines Polizisten zu gelangen. Dies hätten die Einsatzkräfte verhindert. Der Mann habe die Anwesenden zudem beleidigt und versucht, die Polizisten anzuspucken. Dabei habe er lediglich einen Handschuh getroffen.
Schließlich sei es sechs Polizeibeamten gelungen, den 23-Jährigen in einen Streifenwagen zu bringen. Dort habe er unter anderem gegen eine Scheibe getreten, weshalb seine Beine fixiert werden mussten. Anschließend habe der Mann versucht, an die Dienstwaffe eines Beamten zu gelangen. Auch das hätten die Polizisten verhindert.
Während der Fahrt zum Polizeirevier habe der 23-Jährige die Einsatzkräfte mehrfach bedroht und beleidigt.
Polizei ermittelt gegen 23-Jährigen
In der Gewahrsamszelle habe sich der Mann schließlich beruhigt. Ihm sei eine Blutprobe entnommen worden.
Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, der Bedrohung und der Beleidigung. Die Ermittlungen dauern an. Bei dem Einsatz wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt. Auch Sachschaden entstand nicht.

