Pforzheim. Wer behauptet, Frauen stehen nur auf innere Werte, hat weder Ahnung vom weiblichen Geschlecht noch einen Auftritt von „Sixx Paxx“ erlebt. Die acht Mitglieder der Männerstrip-Truppe ließen Freitagnacht alle Hüllen fallen. Naja, fast alle. Zumindest in der Hinteransicht zogen sie blank und das unter dem Gekreische der Mädels und Frauen im ausverkauften großen Saal des CCP.
Keine Frage: Diese Jungs sind das, was man als wahr gewordene Frauenträume bezeichnen kann – ohne damit zu übertreiben. Mit ihren definierten Körpern, heißen Tanz- und Akrobatikeinlagen, fallenden Hüllen und (natürlich!) gestählten Sixpacks heizten sie auf ihrer Tour #followme mächtig in Pforzheim ein.
„Als Geschenk zum Valentinstag“, wie Conférencier Bastian Maan betonte. Daher appellierte er an die Ladys: „Vergesst für heute Nacht eure Männer, Freunde, Liebhaber. Heute Nacht seid ihr alle Singles!“ Und er befahl: „Damit wir uns richtig verstehen, wenn wir nachher zu euch kommen, benutzt eure süßen Fingerchen.“ Denn solch durchtrainierte Körper wollen nicht nur angeschmachtet, sondern auch angefasst werden.
Die Damen, die auf die Bühne gebeten wurden oder im Publikum auf Tuchfühlung gehen durften, ließen sich auch nicht lange bitten. Etwa als zu Beginn der Show eine Pforzheimerin erst zur „Pretty Woman“ und dann zu einem gemeinsamen Bad in der Wanne verführt wurde.
Märchenhaft wurde es zur Musik von „Aladdin“. Nach dem Reiben einer Lampe, was einen sexy Dschinn hervorlockte, durfte Aladdin drei Wünsche äußern: Der Saal voller Frauen und ein Sixpack sind machbar, der dritte – eine Prinzessin für Aladdin – unmöglich. Schließlich ist der ganze Saal voller Prinzessinnen. Letztlich bekommt der Dschinn seine Freiheit. Die Dusche danach zeigt, dass ein klatschnasses Shirt auch bei einem Kerl äußerst scharf wirken kann. Dass dieser sich am Ende komplett aus seinen Klamotten schält, wird von den Zuschauerinnen mit lautem Kreischen quittiert.
Nahtlos schließt sich die Einlage eines sexy Matrosen-Putztrupps an. Erst werden die (Bühnen-)Planken gewischt, dann fliegen Kleidungsstücke.
Bei der Cowboy-Nummer dürfen drei Frauen auf der Bühne gegeneinander antreten. Ob beim Hufeisen-Werfen oder Bullen-Reiten – alle drei machen eine tolle Figur. Als Belohnung überreicht ihnen Bastian Maan einen aktuellen „Sixx-Paxx“-Kalender, eine Freikarte für die nächste Tour „Sixx in the City“ und ein großes Überraschungspaket des Hauptsponsors.
Neben Terenzi am Klavier
Nach einer Pause wird eine Dame „entführt“, und „Tarzan“ legt sich mit ein paar Soldaten an, um sie zu retten. Zum Happy End macht sich der Dschungelmann für seine Holde so gut wie nackig. Und während der ehemalige RTL-Dschungelcamp-Sieger Marc Terenzi seine neue Single „No Trouble at All“ präsentiert, sind die Kollegen wieder unterwegs im Publikum, um ein paar Frauen mit hautengen Besuchen zu erfreuen. Der US-Amerikaner Marc Terenzi, auch bekannt als Ex-Mann von Sarah Connor, unterstützt die Stripper als musikalische Bereicherung und Teil der Tanzgruppe. Fast ganz blank wie die Kollegen zieht er allerdings nicht. Dafür tröstet er als Überraschung eine Frau, die unfreiwillig getrennt wurde. Die Verlassene darf neben Terenzi am Klavier Platz nehmen. Und er singt nur für sie „I Don’t Want to Miss a Thing“.

