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Der – sein Gesicht verbergende – angeklagte 36-Jährige und sein Karlsruher Anwalt Marvin Schroth (rechts).  Foto: Meyer 
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Der Prozess findet im Landgericht Karlsruhe statt.  Foto: Meyer 
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Bereits zu Prozessauftakt herrscht großes Publikumsinteresse am Mordprozess vor dem Schwurgericht.  Foto: Meyer/PZ-Archiv 

Prozessbeginn: Angeklagter soll Pforzheimer Schmuckhändler mit Sushi vergiftet und stranguliert haben

Pforzheim/Karlsruhe. Erwartungsgemäß auf großes Medieninteresse ist der Mordprozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Karlsruhe gestoßen, der am Donnerstag begonnen hat. Angeklagt ist ein 36-Jähriger aus dem Enzkreis. Die Pforzheimer Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 21. Juni vergangenen Jahres einen Schmuckhändler aus Hohenwart umgebracht zu haben.

Außerdem soll er seinem Opfer Schmuck im Wert von 65.000 Euro und dessen Rolex-Uhr gestohlen haben. Bei den Durchsuchungen beim Angeklagten wurden zudem 1695 kinderpornografische Videos und Bilddateien gefunden.

In seiner Anklageschrift sprach Oberstaatsanwalt Harald Lustig von einer heimtückischen Tat aus Habgier, bei der der Angeklagte den Tod des Opfers leichtfertig in Kauf genommen habe. So soll der Angeklagte am Tag der Tat gegen 10.27 Uhr in einem Pforzheimer Supermarkt eine Packung Sushi gekauft, den Inhalt mit Betäubungsmittel versehen und gegen 13 Uhr dem Opfer bei einem Geschäftstreffen zum Verzehr gegeben haben. Im Anschluss habe er das Opfer mit stumpfer Gewalt solange am Hals stranguliert, dass dieser starb.

Den Leichnam soll er am Folgetag gegen 1 Uhr, in einem schwarzen Sack verpackt, an die deutsch-französische Grenze im Elsass gebracht und dort verbrannt haben. Die teils verkohlte Leiche wurde am 22. Juni in Soultz-sous-Forêts entdeckt. Zuvor hatte die Polizei das Auto des Opfers in der Abnobastraße gefunden, weshalb es zu umfangreichen Suchmaßnahmen, bei denen auch Polizeitaucher in der Enz zum Einsatz kamen, da diese nach Hinweisen zur Tat suchten.

Auf Angaben zur Tat seitens des Angeklagten verzichtete das Gericht am ersten Verhandlungstag. Jedoch machte der 36-Jährige umfangreiche Angaben zu seiner Person.

Mehr über den Prozess lesen Sie am Freitag, 20. März, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Fortgesetzt wird die Verhandlung kommende Woche am Freitag, 3. April, 9 Uhr.

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Der – sein Gesicht verbergende – angeklagte 36-Jährige und sein Karlsruher Anwalt Marvin Schroth (rechts). Foto: Meyer