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Raub mit Körperverletzung in Pforzheim: Lange Haftstrafen für Flüchtlinge

Pforzheim. Lange Haftstrafen bis zu sechs Jahren für drei erwachsene Tatvderdächtige und von drei Jahren Jugendhaft für drei zur Tatzeit Minderjährige gab es fünf Flüchtlinge und eine Deutsche in einem Prozess vor der Auswärtigen Strafkammer des Landerichts Karlsruhe. Es geht um einen schweren Raub mit gefährlicher Körperverletzung im Pforzheimer Schlosspark.

Die vier syrischen Flüchtlinge, ein afghanischer Asylbewerber und eine nun 18-jährige Deutsche räumten ein, im Oktober 2107 zwei junge Männer brutal zusammengeschlagen und ausgeraubt zu haben, wobei die junge Frau sich an den Schlägen und Tritten nicht beteiligte.

Die Staatsanwaltschaft sah darin schweren Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Für den Afghanen wird eine Verurteilung die Abschiebung zur Folge haben. Die Verteidiger hatten niedrigere Strafen gefordert, die zur Bewährung ausgesetzt werden könnten. Der für schweren Raub notwenige Vorsatz sei nicht nachweisbar, alle hätten die Taten gestanden und an der Aufklärung mitgewirkt und sich entschuldigt. Mit Ausnahme der jungen Frau seien alle polizeilich ein unbeschriebenes Blatt.