Olga Pipus arbeitet im Casino an der Konstanzer Straße – und ist froh, dass ihr Arbeitgeber auf bargeldlos umgestellt hat. Foto: Seibel
Ausschließlich an Automaten wird in der „Spielstation“ Geld gewechselt – nicht mehr am Tresen. Foto: Seibel
Pforzheim
Raubüberfall zwecklos: Automat in Pforzheimer Casino ersetzt Kasse
  • Olaf Lorch-Gerstenmaier

Pforzheim. Das Casino-Unternehmen der Schmidt-Gruppe arbeitet bargeldlos. In der Spielstation auf der Wilferdinger Höhe wechselt also nur der Automat. Damit sollen Raubüberfälle vermieden werden. Kritiker sehen in dem Modell jedoch die Förderung der Spielsucht.

Es ist – in Variation – stets das gleiche Bild: Ein Mann, maskiert, betritt eine Spielothek, meist gegen Ende der Öffnungszeit, richtet eine Waffe – in der Regel eine Schreckschusspistole, die täuschend echt aussieht – auf die Spielhallen-Angestellte. Seine Forderungen: Geld – und zwar schnell. Manchmal wird der Räuber rabiat. Doch auch wenn er keine körperliche Folgen hat: So ein Überfall wirkt nach. Betroffene berichten von Panikattacken und Albträumen auch lange nach der Tat.

„Wenn es aber keine Kasse mit Zugriff auf Bargeld mehr gibt, ist die Spielstätte als Ziel für Kriminelle auch nicht mehr attraktiv“, sagt Robert Hess, Geschäftsführer der Spielstätten der Schmidt-Gruppe (Coesfeld), „die Sicherheit unserer Servicekräfte wird deutlich gesteigert.“

Die Schmidt-Gruppe ist der drittgrößte Geldspielautomaten-Betreiber in Deutschland – und auch in Pforzheim aktiv. Die „Spielstation“ an der Konstanzer Straße auf der Wilferdinger Höhe ist eine von über 140 Spielotheken der Schmidt-Guppe in Deutschland – und eines von derzeit 46 Casinos in Pforzheim.

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