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Rauchmelder sind seit einem Jahr Vorschrift. Sie bescheren der Feuerwehr zwar mehr Arbeit – aber sie retten Leben. Foto: Seeger
Rauchmelder sind seit einem Jahr Vorschrift. Sie bescheren der Feuerwehr zwar mehr Arbeit – aber sie retten Leben. Foto: Seeger
31.01.2017

Rauchmelder: Lebensretter mit Nebenwirkung

Pforzheim. Wenn Gernot K. (Name geändert) die Badezimmertür schließt, weil er duscht, hat das einen triftigen Grund: den Rauchmelder an der Decke der Diele. Wenn sich genügend Wasserdampf gebildet hat und vom Bad in den Flur zieht, schlägt das sensible Teil an.

„Das passiert mir nicht mehr“, sagt der Pforzheimer, „ist ja peinlich.“ Dass er die Tür vom Flur zum offenen Wohn- und Küchenbereich schließt, wenn er sich sein Steak brät, versteht sich von selbst. Rauchmeldern – das ist die andere Seite – verdanken Menschen vermutlich ihr Leben. Wie vor ein paar Tagen eine Familie in Heimsheim. Oder ein Mann in einer Wohnung auf dem Buckenberg, der eingeschlafen war – während sein Essen anbrannte. Hätte ein Anwohner nicht nach dem Anschlagen des Rauchmelders die Feuerwehr gerufen, wären die eingesetzten 19 Floriansjünger, die mit Atemschutz in die Wohnung drangen, vielleicht zu spät gekommen. Allein in den vergangenen drei Wochen verschickte die Polizei Pressemitteilungen meist ähnlichen Inhalts: Gerade noch rechtzeitig schaffte es die Feuerwehr zum Einsatzort, um Schlimmeres zu verhindern, weil die seit vergangenem Jahr gesetzlich vorgeschriebenen Geräte angeschlagen hatten.

Er stehe voll und ganz hinter der Rauchmelderpflicht, sagt Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer. Natürlich gebe es dadurch mehr Einsätze. Aber diese Geräte seien „richtig und wichtig – und sie retten Leben“.

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