Pforzheim. „Ich war in meiner Kindheit immer angetrieben, hinter den nächsten Horizont zu schauen.“ Mit diesen Worten hat Reinhold Messner seinen Vortrag im CCP begonnen. Die 1500 Besucher im Saal lauschten gespannt den Erzählungen der Bergsteiger-Ikone.
Von Heimat bis Tod – Messner gab sehr persönliche Einblicke in seine Kindheit, Jugend und auch die späteren Jahre als Extrembergsteiger. Der in Südtirol aufgewachsene Messner beschrieb den Alpinismus in drei Phasen. „Zu Beginn der Eroberung der Bergwelt spielten die Gipfel die größte Rolle. Dann wurde der (schwierigste) Weg zum Ziel, und später versuchte man mit so wenigen Hilfsmitteln wie möglich auszukommen“, so Messner, der das Bergsteigen als kulturelle Erscheinung anhand vieler spannender Erlebnisse und Anekdoten näher beleuchtete. Auch die Frage, was ihn und seine „Artgenossen“ antreibt, versuchte er dem Publikum zu beantworten. „Natürlich hatte ich dabei Angst, wer keine Angst hat, ist dumm“, erklärte er. „Dennoch ist die Überwindung der Angst durch die eigenen Kräfte wie eine Art Wiedergeburt“. Heute, mit 75 Jahren, habe sich sein Blick verändert, auch bedingt durch die schwindenden körperlichen Kräfte. „Mein Blick richtet sich heute mehr auf die Menschen als auf die Gipfel“, betonte er.

