Die A8 im Enztal. Foto: PZ-Archiv
Pforzheim
Rülke und Schweickert: Hoffnungsvolles Schreiben von Boch für Eutinger und Kieselbronner Lärmschutz

Pforzheim-Eutingen/Kieselbronn. Am 9. April hatten der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg und Pforzheimer Abgeordnete Dr. Hans-Ulrich Rülke und der FDPLandtagsabgeordnete für den Enzkreis Prof. Dr. Erik Schweickert Oberbürgermeister Peter Boch darum gebeten, die für 02. Mai zur Beschlussfassung im Planungs- und Umweltausschuss vorgesehene Vorlage Q 1357 zurückzuziehen und aufgrund von Sachmängeln zu überarbeiten. Die Vorlage beinhaltete eine Ablehnung der Verwaltung zu erhöhten Lärmschutzwällen an der A8 für Kieselbronn und Eutingen.

Mittlerweile liege eine hoffnungsvolle Antwort aus dem Rathaus vor, teilen die Liberalen mit. Boch schreibe, die Grundlagen für die Vorlage würden nun erneut diskutiert und gegebenenfalls in einen neuen Vorschlag einfließen. Der Sachverhalt würde zeitnah zur Vorberatung in den Gremien vorgestellt, heißt es in Bochs Schreiben weiter. „Wir sind nun zuversichtlich, dass sich doch noch etwas im Sinne der Bürger von Eutingen und Kieselbronn bewegt, hoffen aber auf eine zeitnahe Behandlung“, so Rülke und Schweickert. „Wenn die Erde abtransportiert wird, ist es nämlich zu spät.“ Die beiden werten das Schreiben Bochs auch als Ausdruck der überparteilichen Sympathie für den liberalen Vorschlag auf erhöhte Lärmschutzwälle durch eine Verfüllung des anfallenden Bodenaushubs im Zuge des A 8-Ausbaus, anstatt diesen auf Steuerzahlerkosten in weit entfernten Deponien zu entsorgen.

Baubürgermeisterin Schüssler habe ihr Dezernat in den letzten Wochen vor zusätzlicher Arbeit zu schützen versucht und geplant, den Vorschlag bereits im Planungs- und Umweltausschuss am 2. Mai zu verwerfen. Das habe glücklicherweise nicht funktioniert, nachdem neun von zehn Stadträten im Ausschuss dem Antrag von FDP-Stadträtin Brigitte Römer auf Verweis in den Gemeinderat gefolgt seien.

Dort wollten dann so gut wie alle Fraktionen die Idee weiterverfolgen, weshalb die Vorlage schließlich zurückgezogen wurde und nun hoffentlich ein neuer Vorschlag komme, der dem Gemeinderat die Errichtung der erhöhten Lärmschutzwälle empfehle, so die beiden Liberalen.