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•Das neue Wahlkampfbüro an der Zerrennerstraße hat die SPD am Mittwoch offiziell eingeweiht. Vor mehreren Kamerateams erläuterte Spitzenkandidat Uwe Hück seine Pläne für Pforzheim.  Foto: Ketterl
•Das neue Wahlkampfbüro an der Zerrennerstraße hat die SPD am Mittwoch offiziell eingeweiht. Vor mehreren Kamerateams erläuterte Spitzenkandidat Uwe Hück seine Pläne für Pforzheim. Foto: Ketterl
06.03.2019

Rummel um Uwe Hück, das SPD-Wahlkampfbüro und Steuerschulden

Pforzheim. Die Pforzheimer SPD hat am Mittwoch in der Zerrennerstraße ihr neues Wahlkampfbüro zur Kommunalwahl offiziell eingeweiht. Vor mehreren Kamerateams erläuterte Spitzenkandidat Uwe Hück seine Pläne für Pforzheim. Wortkarg reagierte der ehemalige Porsche-Betriebsratschef dagegen auf Fragen zu seinem früheren Arbeitgeber und möglichen Steuerschulden.

Als Doppelspitze wird Hück sich und die SPD-Kreisvorsitzende Annkathrin Wulff später im Interview bezeichnen. Allerdings eine, bei der vor allem Hück der Wortführer ist. Oder wie er selbst es formuliert: „Ich bin Teil des Teams – aber vielleicht der Kopf.“ Er sei eben lauter, als es ihre Art sei, erklärt Wulff das am Rande der Veranstaltung. Aber sie könne sich durchaus gegen ihn durchsetzten.

Leicht ist das nicht. Das zeigt sich, wenn Hück mit Fragen über sein Porsche-Aus und Steuerschulden konfrontiert wird. Über Letztere hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung jüngst berichtet. Der Vorwurf: Er habe sich von einem Porsche-Mitarbeiter zu privaten Terminen chauffieren lassen. Dafür habe er 7500 Euro an Steuern nachzahlen müssen, so die FAZ. Und was sagt Hück dazu? Dass er nicht mehr über Porsche reden will. Das liege hinter ihm. Über Steuerschulden will er auch nicht reden. „Ich rede über Pforzheim“, sagt Hück. Natürlich redet er im Interview aber auch über andere Dinge. Er redet über seinen nächsten geplanten Boxkampf. Er redet über Bundespolitik. Er redet über den „Feuerwehrmann“ Hück, der dort ist, wo es brennt und nicht dort, wo es warm ist. Und in Pforzheim brennt es aus seiner Sicht.

Auch deshalb das zentral gelegene Wahlkampfbüro, in das jeder – vor allem auch junge Menschen – kommen können, um Anliegen vorzutragen. „Revolutionsbüro“ heißt es. Im „Revolutionsbüro“ können die Besucher über die Zukunft der Stadt mitentscheiden, so Hück. Dann ist Wulff dran. Ihr hätte wohl der erste Platz auf der SPD-Liste gehört, wenn Hück tatsächlich mit einer eigenen angetreten wäre, wie ursprünglich von ihm angekündigt. Bevor sein Freund Sigmar Gabriel, der ehemalige SPD-Vorsitzende und Vizekanzler, ihn eingefangen hatte. „Wir wollen mit allen Pforzheim gestalten“, sagt Wulff in die Kameras. Und dass sie froh sei über die zentrale Lage des Büros. „Wir wollen zuhören und anpacken“, kann sie noch sagen, dann führt Hück wieder das Wort. Er spricht über Migranten, die man ernster nehmen und mehr einbinden müsse. Auch im Haidach, wo man nicht einfach sagen könnte: „Na gut, das ist eben Sowjetunion.“

Mehr lesen Sie am 7. März 2019 in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.