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Hoch hinaus ging es beim Geländewagen-Parcours auf dem Pforzheimer Automarkt. © Bechtle
Beim Pforzheimer Automarkt werden rund 20.000 Besucher erwartet © Bechtle
09.04.2011

Rund 40 Aussteller, über 900 Autos und tausende Besucher beim Pforzheimer Automarkt

PFORZHEIM. "Diese Leistungsschau des Kraftfahrzeuggewerbes ist ein so megatoll professionell vorbereitetes Event für die ganze Familie mit Spaß-Faktor, dass diejenigen, die den Europapark besuchen, auch Gefallen am Pforzheimer Automarkt finden", sagt Volker Drodofsky (Inhaber von "Auto & Service" an der Gablonzer Straße). Am Samstag bei der Eröffnung dieser 28. Schau auf dem Messplatz mit mehr als 900 Neu- und Gebrauchtwagen und rund 40 Ausstellern wurden Drodofskys Worte mit Leben erfüllt.

Bildergalerie: Impressionen vom Pforzheimer Automarkt

Bildergalerie: Branchentreff des 28. Pforzheimer Automarktes im PZ-Forum

Rund 20.000 Besucher werden nach den Worten von Peter Martin, Pressesprecher der Interessen-gemeinschaft der Pforzheimer Autohäuser, an den beiden Veranstaltungstagen erwartet. Unter ihnen war am Samstag auch Noch-Ministerpräsident Stefan Mappus, der die von den Erfindern im Ländle ausgehende Mobilitäts-Revolution als Grund dafür sah, dass Baden-Württemberg das erfolgreichste Land in ganz Deutschland sei.

Das hänge wesentlich mit der Automobilindustrie zusammen, an der jeder fünfte Arbeitsplatz hänge. Auch 24 Prozent aller Unternehmen, die in der Umwelttechnologie unterwegs seien, hätten ihren Sitz in Baden-Württemberg. Die von der Automobilindustie ausgehenden Innovationen, strahlten auch auf andere Bereiche ab.

Beim Rundgang auf dem Automarkt erzählte er später, dass sein erstes Auto ein Ford Fiesta mit 40 PS und nur einem Außenspiegel gewesen sei. "Den anderen habe ich aber nicht abgefahren, sondern das Auto hatte damals nur einen Spiegel serienmäßig", so Mappus.

Dass der Automarkt auch etwas fürs Herz ist, demonstrierte Kreishandwerksmeister Rolf Nagel. Er nahm ein von Hildegard Günther geschneidertes Modell der "Kuschelbertha" in die Hand und Susanne Mühlberger, Obermeisterin des Bekleidungshandwerks Pforzheim-Enzkreis, in den Arm. Dann sagte er:" Unter dem dem Dach der Kreishandwerkerschaft präsentiere ich mit der Kuschelbertha das gemeinsame Kind der Kfz- und der Bekleidungsinnung." Den Schnittmusterbogen für dieses süße Automodell gab es am Stand der Kfz-Innung auf dem Automarkt. Außerdem kann der mit einem Gewinnspiel verbundene Bastelbogen anlässlich der "Motorissimo" vom 24. bis 26. Juni in Pforzheim im Internet unter www.audole.de heruntergelaqden werden. "Da wächst eben zusammen, was zusammengehört", scherzte "Oberkuschelbertha" Susanne Mühlberger.

Auch der Pforzheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum hat mit seiner Frau Oana und Tochter Sofia den Automarkt besucht und das fast bereut, denn seine Frau verliebte sich spontan in ein flottes BMW-Cabrio."Da muss ich erst überprüfen, ob mein Konto-Auszug das auch hergibt", sagte er und lachte dabei.

"Kein Dienstwagen für Rathaus-Mitarbeiter" , stelle Oberbürgermeister Gert Hager (SPD) fest, als sich der Glanz eines 217 000 Euro teuren Mercedes Benz SLS AMG mit 580 PS und Flügeltüren in seinen Augen widerspiegelte. Hager hatte zuvor das ehrenamtliche Engagement der Organisatoren dieses Automarkts gelobt, die in Pforzheim eine Leistungsschau der besonderen Art auf die Beine stellten. Hier werde schon zum 28. Mal unter beweis gestellt, wie man mit der Formal "Zukunft sichern und die Umwelt schonen" dennoch Mobilität erreichen könne.

Am Stand der Polizei präsentierte Thomas Wolfinger seine nostalgischen Zündapp-Motorräder aus den fünfziger Jahren so attraktiv, dass Obermeister Rolf Nagel gleich auf einer Maschine Platz nahm, um wieder einmal das "Easy Rider"-Gefühl zu spüren. "Diese Zündapp dürfte in etwa so alt sein wie ich", sagte er.

Jürgen Kellenberger, Obermeister der Innung des Kfz-Gewerbes Pforzheim-Enzkreis, nannte den Pforzheimer Automarkt, den die Innung vor 28 Jahren ins Leben gerufen habe, ein gutes Beispiel für erfolgreiche Eigeninitiative und Nachhaltigkeit. Auch heute noch seien einige der damaligen Gründungsväter wie Ehrenkreishandwerksmeister Horst Lauterbach oder der ehemalige Pressesprecher Roman Rösch dabei. "Der Automarkt zeigt, was alles möglich ist, wenn Unternehmer gemeinsam in einem Boot sitzen und zudem noch in dieselbe Richtung rudern. Zwar sind alles Konkurrenten, doch die gemeinsame Sache und das gemeinsame Ziel machen sie zu Kollegen und wahren Mitstreitern", sagte er.Dieser Automarkt sei der größte seiner Art in der Region zwischen Karlsruhe und Stuttgart und darüber hinaus. Roger Rosendahl