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Dichter Rauch war beim Brand der Sauna in Huchenfeld schon von weitem zu sehen. © Seibel
Nicht mehr viel übrig geblieben ist von der Sauna im Huchenfelder Hallenbad. Dichter Rauch ist durchs ganze Gebäude gezogen, was eine baldige Öffnung des Bad nicht erwarten lässt. © Seibel
12.12.2014

Sauna in Huchenfeld abgebrannt - Hallenbad total verraucht

Pforzheim-Huchenfeld. Um 14.45 Uhr kamen im Stadtbad in Pforzheim-Huchenfeld drei Mitarbeiter der Städtischen Bäderverwaltung mit dem Schrecken davon. Im Kellergeschoss des Bades brach im Bereich der Heizungsanlage der Sauna ein offenes Feuer aus. Der 41-jährige Schwimmmeister des Stadtbades konnte mit seinen 29 und 52 Jahre alten Kolleginnen unverletzt das Gebäude verlassen. Die zehn Minuten nach dem Alarm eingetroffene Feuerwehr musste teils unter Atemschutz über Stunden hinweg den Brand und die massive Rauchentwicklung bekämpfen.

Bildergalerie: Sauna im Huchenfelder Hallenbad abgebrannt

Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte den Brand in kurzer Zeit lokalisieren und ein Übergreifen auf andere Bereiche des Hallenbads verhindern. Von zwei Seiten drangen Feuerwehr-Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor und versuchten, den Brandherd mit einer Wärmebildkamera lokalisieren. Rund eine Stunde nach Alarmeingang war das Feuer unter Kontrolle. Es folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten, da sich das Feuer hinter die Holzverkleidung und in die Zwischendecke gefressen hatte. Diese musste unter Atemschutz entfernt werden. Die Chlorgasanlage und dazu gehörige Leitungen wurden von der Feuerwehr überprüft, waren aber vom Brand nicht betroffen.

Der Brand und die Rauchentwicklung waren so enorm, dass der Brandort erst gegen 17.30 Uhr für die ermittelnden Polizeibeamten gefahrlos zu betreten war. Nach ersten Ermittlungsergebnissen gibt es keine Hinweise auf eine Straftat. Vielmehr deuten die Spuren auf eine mögliche technische Brandursache hin.

Die Sauna selbst ist nahezu vollständig ausgebrannt. Der dichte Rauch zog sich durchs ganze Hallenbad. Der Bereich mit den Umkleiden scheint besonders von Rauch und Ruß betroffen zu sein. Aufwändige Belüftungsaktionen der Feuerwehr waren notwendig, um den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen. Eine Öffnung des Hallenbads für den Badebetrieb dürfte so schnell nicht möglich sein. Der Sachschaden im Hallenbad auf dem Areal der Grund- und Werkrealschule dürfte nach ersten Schätzungen der Polizei bei mindestens 200.000 Euro liegen.

Die Feuerwehr Pforzheim war mit der Berufsfeuerwehr und den Abteilungen Huchenfeld und Hohenwart mit insgesamt zehn Fahrzeugen und rund 30 Einsatzkräften vor Ort. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren Kräfte des Rettungsdienstes und der Polizei. Die Aufräumungsarbeiten zogen sich bis in den frühen Abend hin. Über die Dauer des Einsatzes wurde der Grundschutz durch dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr sichergestellt.

Das Traurige an diesem Brand: Den Huchenfeldern war im Frühjahr ein Stein vom Herzen gefallen. Ihr Einsatz hatte sich gelohnt. Wäre es nach dem Bäderstrategiekonzept der Stadt Pforzheim gegangen, hätte die Sauna wegen des Defizits zum 30. April geschlossen werden müssen. Doch insbesondere Ortsvorsteherin Sabine Wagner schaffte es, Stammgästen eine Vereinsmitgliedschaft schmackhaft zu machen – so wie ihr Amtskollege Bernhard Schuler in Büchenbronn. Die Sauna wurde fortan vom VfG geführt und der Betrieb zumindest zur Hälfte durch Mitgliedsbeiträge finanziert.

Die Huchenfelder waren stolz auf diese Gemeinschaftsleistung. „Ich habe erst am Donnerstag im Ortschaftsrat gesagt, wie gut das Ganze läuft“, sagt der Erste Bürgermeister Roger Heidt.