Wer Jonathan Zelter sehen und vor allem hören will, muss in der Regel entweder zu den Bühnen großer Städte reisen oder die TV-Fernbedienung zur Hand nehmen. Der gerade einmal 22 Jahre junge Musiker ist ohne Frage ein Senkrechtstarter in der Schlagerbranche. Umso erstaunlicher, dass es ihn immer wieder nach Pforzheim zieht. Am Donnerstag, 11. Mai, gibt Zelter von 20 Uhr an im Kulturhaus Osterfeld ein Konzert mit seiner Band – für ihn wie für seinen hiesigen Förderer Jörg Augenstein eine Herzenssache.
Titel wie „Ein Teil von meinem Herzen“, „Uns kann nichts mehr halten“ und „Sei immer du selbst“ vom gleichnamigen Debüt-Album sowie „Abenteuerzeit“ wecken bei ungezählten Freunden deutschsprachiger Popmusik große Gefühle. Jonathan Zelter ließ bereits in TV-Sendungen wie „ZDF Fernsehgarten“, „Immer wieder sonntags“ oder „Stefanie Hertel – Meine Stars“ aufhorchen, teilte sich Live-Bühnen mit Größen wie „Pur“, Nena, Johannes Oerding oder Laith Al-Deen. Der gebürtige Wittlicher, der sich von Kindesbeinen der Musik verschrieben hat und seine Lieder nicht nur interpretiert, sondern auch selbst komponiert, ist zugleich weit weg von Allüren. Freundlich, locker und aufgeschlossen wirkt der Wahl-Mannheimer im PZ-Gespräch während einer Goldstadt-Visite. „Von Anfang an cool“ habe er Pforzheim gefunden: „Die Menschen kennen meine Lieder, sie kennen meine Texte – manchmal besser als ich selbst“, freut sich Zelter.
Es war der CDU-Stadtrat und umtriebige Brötzinger Einzelhändler Jörg Augenstein, der Zelter nach Pforzheim brachte. Beim Martinimarkt, später auch bei Brötzingens Frühlingsfest ist der junge Mann aufgetreten. Jüngst überraschte er die Besucher des „Goldstadtfiebers“ mit einer spontanen Einlage zur Eröffnung.
Im Mannheimer „Capitol“ habe er Zelter erstmals live erlebt und kennengelernt, berichtet Augenstein: „Ich war sehr angetan, auch von den ehrlichen Texten, und die Chemie hat von Anfang an gestimmt.“ Eine Freundschaft sei entstanden. „Wir unterstützen ihn, wo es geht.“ Überhaupt sei es sein Bestreben, Künstlern die Goldstadt „schmackhaft zu machen“ und das hiesige kulturelle und gesellschaftliche Angebot zu erweitern. „Die Leute sind begeistert, so etwas auch einmal in Pforzheim zu hören zu bekommen“, sagt Augenstein, der in jüngster Zeit auch häufiger selbst singend zum Mikro greift.
Begeistert ist auch Zelters Managerin Dagmar Ambach. Ihr Schützling sei „so freundlich“ in Pforzheim aufgenommen worden: „Hier ist alles so herzlich.“ Deshalb war es für Zelter keine Frage, während seiner in diesem Jahr gestarteten ersten eigenen Konzerttour auch hier Station zu machen.

