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Der Fußballplatz des SV Huchenfeld.  Foto: Meyer 

Schlechte Parkplatzsituation in Huchenfeld: Fußballspiele werden für Rettungskräfte zum Problem

Pforzheim-Huchenfeld. Aufgrund fehlender Parkplätze kommt es seit einigen Jahren an der Hellrichstraße verstärkt zu Problemen. Insbesondere bei Veranstaltungen auf dem Sportgelände oder bei Heimspielen des SV Huchenfeld ist der Besucherandrang zwischenzeitlich so groß, dass Rettungsfahrzeugen eine Durchfahrt kaum noch möglich ist.

Eine Chance, um der Situation Herr zu werden, wäre das Anlegen der im Bebauungsplan vorgesehenen Parkplätze. Doch diese Idee stößt beim Amt für Umweltschutz der Stadt Pforzheim auf wenig Gegenliebe. Dort stuft man den Vorschlag in einer Mail an Huchenfelds Ortsvorsteherin Sabine Wagner als „problematisch“ ein.

Denn Klaus Timmerberg vom Amt für Umweltschutz geht davon aus, dass für das Vorhaben mindestens 30 Bäume gerodet werden und ein Spielplatz verkleinert werden müsste. Der Baumbestand, darunter Linden, Hainbuchen, Spitz-Ahorn, Trauben-Eichen, sei 40 Jahre alt und vital. „Für die wohnungsnahe Erholung vor allem für Familien mit Kindern wäre dies ein herber Verlust“, heißt es im Schreiben weiter, das auf die klimatische Situation verweist.

Wie wichtig sind die Bäume?

Das Echo bezüglich der Parkplätze war am Ratstisch ein geteiltes. „Der Verlust von Bäumen am Rande des Waldes wiegt für mich nicht so schwer. Entscheidender ist, dass Rettungswagen und Notarzt durchkommen“, betonte Timo Richardon (CDU). „Warum soll man 30 Bäume umschlagen und einen Spielplatz verkleinern, nur weil Leute nicht wissen, wie man richtig parkt?“, fragte Ortschaftsrat Bernd Heintz (Freie Wähler) in die Runde.

Ähnlich sah es seine Fraktionskollegin Birgit Kurfiß, der die Familienfreundlichkeit wichtiger als das Anlegen von Parkplätzen ist. „Das Gebiet war immer für Parkplätze vorgesehen, sollen wir nun dafür bestraft werden, dass wir früher kein Geld dafür hatten und stattdessen Bäume pflanzten?“, argumentierte Wolfgang Reiß (Aktiv für Huchenfeld). Gunther Raible (CDU) hinterfragte die Anzahl der Bäume und sah keine Notwendigkeit, für künftige Parkplätze den Spielplatz zu verkleinern. Einig waren sich alle, dass der Verein gute Arbeit leiste.

Die Ortsvorsteherin könnte sich vorstellen, nur die Hälfte der Parkplätze zu realisieren. Weitere Vorschläge kamen von Anwohnern, vorhandene Parkplätze konsequenter zu nutzen, Parkmöglichkeiten vor dem Sportheim einzuzeichnen, den Grünstreifen am Wald zum Parken zu verwenden.

Mehr darüber lesen Sie am Samstag, 12. Oktober 2019, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.