Birkenfeld. Schmuck im Wert mehrerer tausend Euro haben Betrüger laut einer Pressemitteilung der Polizei mit der Masche "falscher Polizeibeamter" am Mittwoch in Birkenfeld ergaunert. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen sollen die Betrüger am Mittwoch gegen 14.30 Uhr telefonisch Kontakt mit dem späteren Opfer, einer lebensälteren Dame, aufgenommen haben.
Dieser soll suggeriert worden sein, dass es in der Nachbarschaft zu zahlreichen Einbrüchen gekommen sei. Durch geschickte Gesprächsführung sei es dem falschen Polizeibeamten gelungen, die angerufene Person dazu zu bewegen, einem Abholer gegen 18 Uhr Schmuck zu übergeben.
Diese Person kann wie folgt beschrieben werden: männlich, zwischen 25 und 35 Jahren. Der mutmaßliche Täter sprach akzentfreies Deutsch und war mit einem dunkelblauen Parka mit Kapuze, einem Sweatshirt mit Kapuze und einer dunklen Hose bekleidet.
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, sich unter (07231) 18 6 44 44 beim Kriminaldauerdienst in Pforzheim zu melden.


Zwei falsche Polizeibeamte in Pforzheim festgenommen
Präventionstipps Ihrer Polizei
- Immer wieder sind Betrüger unterwegs, die sich als Polizisten ausgeben, um in den Besitz von Geld und anderen Wertgegenständen zu gelangen.
- Am Telefon versuchen sie, ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden, dazu zu bringen, Geld- und Wertgegenstände im Haus oder auf der Bank an einen Unbekannten zu übergeben. Dabei nutzen die Täter auch teilweise eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt.
- Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
- Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
- Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
- Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
- Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
- Warnen Sie Familie, Freunde und Bekannte. Laden Sie sich den vom Polizeipräsidium Pforzheim erstellten Warnhinweis auf der Netzseite herunter und teilen Sie diesen mit Ihren Kontakten beziehungsweise über Ihre Kanäle in den sozialen Medien.

