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Weg sind sie – insgesamt wurden bei Akkordeon Zimmermann rund 30 hochwertige Instrumente gestohlen. Fotos: Ketterl
Weg sind sie – insgesamt wurden bei Akkordeon Zimmermann rund 30 hochwertige Instrumente gestohlen. Fotos: Ketterl
Nach dem zweiten Einbruch wird das Gebäude nun alarmgesichert.
Nach dem zweiten Einbruch wird das Gebäude nun alarmgesichert.
Diese Scheibe schlugen die Einbrecher ein und gelangten ins Innere.
Diese Scheibe schlugen die Einbrecher ein und gelangten ins Innere.
Sabine Doll
Sabine Doll
13.07.2015

Schon wieder Akkordeons in Pforzheim geklaut

Pforzheim. Bernd Zimmermann ist fassungslos. „Das gibt’s doch gar nicht“, sagt der Inhaber eines Spezialgeschäfts am Alten Göbrichen Weg – er ist einer von nicht einmal einer Handvoll spezialisierten Akkordeonhändlern in Deutschland. Und mittlerweile nicht der erste, bei dem Einbrecher zugeschlagen haben (die PZ berichtete). Sondern – seit der Nacht auf vergangenen Samstag – zum zweiten Mal. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt Zimmermann. Mit Galgenhumor fügt er hinzu: „Offensichtlich hat es sich ja beim ersten Mal gelohnt.“ Er geht von Wiederholungstätern aus, die auf Bestellung arbeiteten. Zwar kann er es nicht beweisen – aber sein Gefühl sagt ihm, dass die heiße Ware ganz schnell ins Ausland gebracht wurde.

Wurde nach dem Klau der rund 20 hochwertigen Instrumente der Marken Hohner und Bugari der Schaden auf rund 70 000 Euro beziffert, ist man seitens des Geschäftsmanns als auch der Polizei zurückhaltender: Es sei ein Schaden von „mehreren zehntausend Euro“ entstanden. Diesmal waren es „nur“ acht Akkordeons. In Deutschland dürften die Instrumente wohl kaum abzusetzen sein. „Wir Händler kennen uns alle sehr gut, und wenn so ein Stück auftauchen würde, würde man sofort Alarm schlagen“, sagt Zimmermann. Und dass es die Diebe im Internet versuchen, hält Zimmermann für illusorisch: „Das waren Profis – die sind doch nicht blöd und bieten das bei ebay an.“ Ein drittes Mal soll es nicht geben – deshalb wird Zimmermann aufrüsten.

Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“.

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