Hiesige Sozialpolitiker warnen vor Vorurteilen und fordern besser verzahnte Angebote.
Pforzheim. Jeder zehnte junge Mensch zwischen 20 und 24 Jahren war 2025 nach Erhebungen des Statistischen Bundesamts weder erwerbstätig noch in Ausbildung, Schule oder Studium. Für die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Pforzheim/Enzkreis ist das ein „Warnsignal“ und ein Auftrag, beim Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf früher anzusetzen.
„Denn auch in unserer Region“, so der Kreisvorsitzende Volker Fischer, „ist die Zahl der Schulabbrecher mit rund 20 Prozent unerträglich hoch, und diese Jugendlichen finden kaum eine Berufsperspektive“. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Frank Johannes Lemke betont: „Wir sollten diese Zahlen nicht zum Anlass nehmen, pauschal über eine vermeintlich faule Jugend zu sprechen. Wir sollten uns fragen, warum junge Menschen die Schule abbrechen, und beim Start ins Berufsleben nicht den Anschluss finden.“


Steigende Ausbildungszahlen im Handwerk
Sarah Heilmann, ebenso Vize-Kreisvorsitzende und für Jugendthemen zuständig, spricht sich dafür aus, Berufsorientierung stärker mit der Arbeitswelt zu verbinden: „Praktika, Betriebskontakte und konkrete Einblicke in unterschiedliche Berufe helfen jungen Menschen, eigene Stärken zu entdecken und konkrete Perspektiven zu entwickeln.“


Jeder zehnte junge Mensch nicht in Bildung oder Arbeit
Wer keinen direkten Anschluss in Ausbildung, Studium oder Arbeit finde, dürfe nicht auf sich gestellt sein. Junge Menschen bräuchten verlässliche Ansprechpartner, die mit ihnen den nächsten Schritt finden.
Dafür müssten Angebote besser verzahnt und Schulen, Berufsberatung und Betriebe stärker zusammengebracht werden. Diese wichtige Aufgabe müsse von den örtlichen Sozialbehörden besser koordiniert werden.
Der CDA-Kreisverband fordert deshalb einen Übergang von der Schule in den Beruf, bei dem frühe Orientierung, konkrete Unterstützung und echte Chancen zusammengehören. Volker Fischer: „Entscheidend ist, dass aus einem schwierigen Start keine Sackgasse wird. Jeder junge Mensch verdient die Chance auf einen guten Start ins Berufsleben. Sie gibt jungen Menschen die Möglichkeit, selbstständig zu werden und ihr eigenes Leben aufzubauen.“
Die CDA ist der Sozialflügel der CDU. Ihre Mitglieder engagieren sich vor allem in Feldern der Sozialpolitik wie Arbeitsmarkt, Rente, Pflege und Gesundheit.

