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Ein Mitglied der "Hells Angels" steht am Samstag (27.11.2010) vor dem Polizeirevier in Pforzheim.
Rockerbanden schweigen sich weiterhin aus © dpa
06.12.2010

Schuss aus Revolver - Rockerbanden schweigen weiterhin

PFORZHEIM. Oberstaatsanwalt Christoph Reichert hat die Hoffnung nicht aufgegeben, „dass jemand doch noch aufmacht“ also auspackt, was der Anlass war für die Massenschlägerei am vorvergangenen Samstag zwischen der Rocker-Gang „Hells Angels“ und der Türsteher-Clique „United Tribuns“ in Pforzheim. Bisher schweigen alle Beteiligten, inklusive der drei zunächst schwer verletzten Männer. Noch immer vernimmt die Polizei beteiligte Personen, wobei noch unklar ist, ob es sich um Zeugen oder Täter handelt.

Aussagen aus der Nachbarschaft seien, so Polizeisprecher Wolfgang Schick, bisher nicht geeignet gewesen, den Sachverhalt aufzuhellen. Vielleicht tut das die Auswertung von Spuren, sichergestellt durch die Kriminaltechnik und noch zur Untersuchung beim Landeskriminalamt. Dort werden die Streifen, mit denen die Hände von zwei „Hells Angels“ abgeklebt wurden, nach so genannten Schmauchspuren untersucht. Daran lässt sich belegen, ob derjenige kurz zuvor eine Waffe abgefeuert hat. Die Handfeuerwaffe blieb bis jetzt verschwunden. Offiziell warten die Ermittler noch auf den schriftlichen Befund, um welches Kaliber es sich bei dem Projektil handelt, das die Scheibe eines Lieferwagens auf dem Parkplatz beim Hauptgüterbahnhof durchschlagen hatte. Mündlich hat das Landeskriminalamt Reichert vorab informiert, dass es sich um das Kaliber .38 handelt - abgefeuert mutmaßlich aus einem Revolver. ol

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