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Stephan Bürkle (links) und Thomas Geiß von der Berufsfeuerwehr präsentieren die CO-Messgeräte – links fürs Blut, rechts für die Luft.  Foto: Ketterl 
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Versiegelt hat die Polizei bis auf Weiteres die Bar an der Bleichstraße, in der Besucher zu Schaden kamen.  Foto: Ketterl 

Shisha-Genuss in Pforzheimer Bar hätte tödlich enden können

Pforzheim. Die Kohlenmonoxid-Vergiftung und der damit verbundene Klinikaufenthalt von mehreren Gästen einer Shisha-Bar an der Bleichstraße wird nicht ohne Folgen bleiben.

Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer hat am Montagvormittag sowohl das Ordnungsamt als auch die Gewerbeaufsicht beim Amt für Umweltschutz eingeschaltet – der Vorfall in der Nacht auf Samstag vergangener Woche schlägt Wellen.

„Wir sind grundsätzlich sensibilisiert“, sagt Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer – und entsprechend ausgerüstet. „Wir gehen nirgendwo mehr rein ohne unsere Messgeräte“, ergänzt der Feuerwehr-Kommandant. So auch in der erwähnten Nacht an der Bleichstraße:

Seit geraumer Zeit hat die Feuerwehr nicht nur entsprechende Warngeräte an der Uniform für die Kohlenmonoxid-Messung in der Luft, sondern auch Geräte, mit denen sie den CO-Gehalt im Blut messen kann, um sofort entscheiden zu können, ob der Betroffene in ein Krankenhaus muss, um Gegenmaßnahmen – beispielsweise durch Zuführen von Sauerstoff in einer Druckkammer – einzuleiten. Drei davon gibt es in Baden-Württemberg: je eine in Ludwigsburg, Stuttgart und Karlsruhe.

Bei einer Person (die nach Ludwigsburg) sei dies der Fall gewesen, so übereinstimmend Polizeisprecher Minet und Volker Wanka, Sprecher der Leitenden Notärzte für Pforzheim und den Enzkreis. Das Hämoglobin, also der rote Blutfarbstoff, sei mit 28 Prozent Kohlenmonoxid gesättigt gewesen – „das ist heftig“, sagt Wanka. Ab 40 Prozent werde es lebensbedrohlich. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.