Pforzheim. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – dieser Ausspruch des Kinderbuchautors Erich Kästner war Regine Hahns Lieblingszitat. So steht es auf ihrem Facebook-Profil. Und treffender könnte man die frühere Vorsitzende des Bürgervereins Nordstadt wohl kaum beschreiben. Für ihr enormes ehrenamtliches Engagement wurde die gebürtige Niedersächsin beim Neujahrsempfang 2011 vom damaligen OB Gert Hager mit der Bürgermedaille der Stadt Pforzheim ausgezeichnet. Am Mittwoch ist sie im Alter von 74 Jahren überraschend verstorben.
Voller Lebensfreude
Wegbegleiter werden ihren unermüdlichen Einsatz für ihre Wahlheimat in Erinnerung behalten. Sie steckte voller Lebensfreude und heckte ständig neue Ideen aus. So entstanden unzählige Projekte, bei denen sich Hahn stets für die Stadt und ihre Bewohner – insbesondere die kleinsten – eingesetzt hat. Die Nordstadt lag ihr dabei besonders am Herzen. Im Bürgerverein des größten Stadtteils, dem sie von 2007 an für zehn Jahre vorsaß, setzte sie sich unter anderem für den Erhalt des Wartbergbads und das „Anti-Graffiti-Mobil“ ein. Hahn rief Anfang des Jahrtausends die Lesepaten an der Nordstadtschule und später auch an der Schanzschule ins Leben. Sie half bei der Aktion „Kochen mit Kindern“ mit und koordinierte Ferienprogramme.
Daneben liebte es die lebenslustige Laienschauspielerin, in Rollen zu schlüpfen. Sie war in vielen Produktionen des Amateurtheatervereins auf der Bühne des Kulturhauses Osterfeld zu erleben, wo sie sich ebenfalls stark engagierte. So hätte sie im aktuellen Stück „Witwendramen“ mitgewirkt, das im Februar Premiere feierte. Auch an der Marionettenbühne „Mottenkäfig“ war sie aktiv.
Start in die Vereinswelt
Das Licht der Welt erblickte Regine Kirfel kurz nach Kriegsende, im Juli 1945, im niedersächsischen Verden an der Aller nahe Bremen. 20 Jahre später kam sie nach ihrem Abitur für die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in die Goldstadt und lernte hier ihren Mann Friedrich kennen. Die Beiden heirateten 1969. Regine Hahn arbeitete im Familienbetrieb ihres Partners mit, bis dieser geschlossen werden musste. Auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle landete sie schließlich in der Vereinswelt. Regine Hahn hinterlässt neben ihrem Mann zwei Töchter, einen Sohn sowie drei Enkel.
Die Trauerfeier findet am Montag, 16. März, um 13.30 Uhr auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof statt.

