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Mit Gastbeiträgen vertreten: Thomas Satinsky, Geschäftsführender PZ-Verleger, und Chefredakteur Magnus Schlecht (rechts) stellen in dem 224 Seiten starken Buch „Den Mächtigen auf die Finger schauen“ dar, wie sich die PZ-Leserstudie auf die Strategie und den Redaktionsalltag ausgewirkt hat. Foto: Ketterl

So funktioniert die Zeitung von heute: Leserstudie der „Pforzheimer Zeitung“ als Buch erhältlich

Pforzheim. Tageszeitungen gelten gemeinhin als große Verlierer des Medienwandels. Die Printauflagen sinken seit vielen Jahren, und klassische Erlösmodelle funktionieren nicht mehr. Auffallend ist jedoch, dass gerade lokale und regionale Blätter nach wie vor unangefochten die Informationsquelle Nummer eins sind und Print und Online zusammengenommen nie da gewesene Reichweiten erzielen.

So erreicht die PZ nicht nur täglich rund 90.000 Zeitungsleser. Auf PZ-news verzeichnet man monatlich mehr als zwei Millionen Besuche. Hinzu kommen in den Sozialen Netzwerken mehr als 45.000 Likes auf Facebook, 10.000 Follower auf Instagram, und auf Snapchat folgen rund 6000 Jugendliche und junge Erwachsene. Das sind deutschlandweit und im Vergleich zu anderen Verlagen ähnlicher Größe Topwerte.

Eine Leserstudie, die in Zusammenarbeit zwischen der Universität Hohenheim und der „Pforzheimer Zeitung“ vor gut zwei Jahren erstellt wurde, stellte nachvollziehbar und anschaulich vor, wie sich das regional und lokal verankerte Blatt im digitalen Medienzeitalter erfolgreich positioniert. In einer repräsentativen Umfrage unter Lesern und Nicht-Lesern wurde nicht nur festgestellt, welche Bedeutung die Tageszeitung in ihrem Verbreitungsgebiet einnimmt. Es wurde auch deutlich, welche Chancen sich dem Medienhaus bieten und was sich vor allem in der Zeitung inhaltlich ändern muss, um die Zufriedenheit der Leser zu erhöhen oder Nicht-Leser an das Blatt zu binden. „Erneut wird deutlich, dass unsere Arbeit von unseren Lesern honoriert wird. Wir werden nicht nachlassen in dem Bemühen, die Informations- und Werbeplattform Nummer 1 in der Region zu sein“, sagte damals PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer.Ergebnisse und Analyse der Studie wurde nun in der Schriftenreihe „Aktuell. Studien zum Journalismus“ als Buch veröffentlicht. „Den Mächtigen auf die Finger schauen – Zur Zukunft gedruckter Tageszeitungen in der Region“ ist erschienen bei der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden. Autoren des Buches sind Claudia Mast, Professorin für Kommunikationswissenschaft und Journalistik an der Universität Hohenheim, sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiter Klaus Spachmann und Katherina Georg. Zu Beginn des Buches stehen Herausforderungen und Perspektiven von Regionalzeitungen im Fokus. Danach folgt eine empirische Analyse zum Potenzial der „Pforzheimer Zeitung“ auf Basis der Leserstudie. Im dritten Teil zeigen Thomas Satinsky, der Geschäftsführende Verleger, und Chefredakteur Magnus Schlecht in zwei Gastbeiträgen auf, wie sich die Ergebnisse der Leserstudie auf die Strategie des Verlags und den Redaktionsalltag ausgewirkt haben. Abschließend geben die Wissenschaftler noch einen Ausblick auf die Zeitung als unabhängige und kritische Distanz und neue Koordinationen für die Redaktion der Zukunft. „Das Buch gibt in dieser Form einzigartige Einblicke in Ergebnisse von Leserumfragen und strategische Überlegungen von Verlag und Redaktion der ‚Pforzheimer Zeitung‘. Für die Gattung Regionalzeitung liefern die Analysen eine zukunftsweisende Orientierung im digitalen Medienzeitalter“, sagt die renommierte Kommunikationsprofessorin Claudia Mast.

Claudia Mast, Klaus Spachmann, Katherine Georg: „Den Mächtigen auf die Finger schauen – Zur Zukunft gedruckter Tageszeitungen in der Region“, Nomos, Taschenbuch 224 Seiten. Das Buch kostet 44 Euro und ist im Handel erhältlich.

Magnus Schlecht

Magnus Schlecht

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