Pforzheim-Huchenfeld. Der Jugendraum in Huchenfeld dürfte künftig noch attraktiver sein: Vor dem Gebäude steht neuerdings eine intelligente Solarsitzbank. Es ist die erste in einem Ortsteil. „Damit ist es uns gelungen, die Digitalisierung auch in die Stadtteile zu bringen“, so Oberbürgermeister Peter Boch bei der Einweihung.
Ähnlich wie die gesponserten Smart Benches in der Innenstadt – neben Rossbrücke, Bootspick, EMMA, Kupferdächle und Volksbank im Tiergarten bald auch an der Hochschule – lädt die „iBench“ mit mobilem Hotspot, USB-Ladebuchsen und induktiver Ladefläche zum „Chillen, Chatten und Chargen“ ein. Und das ist noch nicht alles: Die Bank der Firma Messwerk ist mit Musikboxen ausgestattet. Das kommt bei den Jugendlichen gut an. „Bis jetzt gefällt uns die Bank richtig gut“, freut sich Lukas Dietrich (15).
Doch die Bank hat einen ernsten Hintergrund. So hoffe man, die Situation vor Schlössle-Galerie und Schulen im Sommer zu entspannen, sagt Jens Hartmann von den Technischen Diensten. „Es kann nicht die Lösung sein, dass die Polizei ständig Konflikte von Jugendgruppen in der Innenstadt zerschlagen muss.“ Das freie WLAN sorge dafür, dass sich viele im Umfeld einer solchen Bank aufhielten. Hier im Grünen stört die Musik nicht. Ansonsten sind Betriebszeit und Lautstärke regulierbar. Nun gilt es, abzuwarten, wie die Bank – rund 4000 Euro kostet der Prototyp – angenommen wird. Sonst lässt sich der Standort laut Boch auch ändern.
Für Ortsvorsteherin Sabine Wagner passt die iBench perfekt zu „Smart Huchenfeld“. So sei das Neubaugebiet Binne 2014 nicht nur das erste in Pforzheim gewesen, in dem Privathaushalte das Glasfasernetz nutzen konnten. Nach und nach werden hier Hotspots für freies WLAN eingerichtet. Generell stärkten die Huchenfelder Boch in Sachen „Smart City“ den Rücken, so Wagner.

