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Wie viel Kultur kann Pforzheim bieten, wenn es darum geht, einer Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas zu ordentlich Gewicht zu verhelfen? Ein internationales Straßentheaterfestival mit Figuren wie in der Pforzheimer Fußgängerzone wäre schon mal ein Pluspunkt. Archivbild: Meyer 

Soll sich Pforzheim als Kulturhauptstadt für Europa bewerben?

Pforzheim. „Ach nee, PZ. Macht ihr jetzt auch in Satire?“, fragt ein Facebook-Nutzer süffisant nach der Veröffentlichung über eine mögliche Bewerbung Pforzheims als Kulturhauptstadt für Europa. Was ist dran an der Idee, und wie sind die Reaktionen?

Soll sich Pforzheim als Kulturhauptstadt für Europa bewerben?
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Das sagt die Kulturamtsleiterin: Sie habe schon lange verfolgt, wie solche Auswahlverfahren ablaufen würden, etwa bei Essen für das Jahr 2010. Schwierig sieht sie allerdings die Kosten einer Bewerbung, die in Millionenhöhe klettern könnten. Und wo sollen geschätzte 60 Millionen Euro für die Kulturhauptstadt Pforzheim herkommen? „Wir müssen alle Optionen prüfen“, sagt Drescher, „und den Kopf nicht in den Sand stecken.“

Das sagt die Kulturrats-Vorsitzende: „Ich will ja kein Wasser in den Wein gießen, aber manchmal haben Provinzstädte einen Anflug von Größenwahn“, konstatiert Ulrike Rein.

Das sagt die SPD: „Wäre erster April gewesen, hätte ich ja noch lachen können. Aber dass die Stadt Pforzheim es tatsächlich auch nur in Erwägung zieht, sich als europäische Kulturhauptstadt zu bewerben, ist mehr als ein schlechter Scherz! Dabei sollte doch nach dem Wahlprogramm des neuen Oberbürgermeisters Familienfreundlichkeit oberste Priorität haben“, sagt der SPD-Kreisvorsitzende Frederic Striegler.

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