Kennt die Folgen schlechten Schlafs: Thushira Weerawarna.
Siloah/Pap
Pforzheim
„Sorgen spielen eine große Rolle“: Experte Thushira Weerawarna spricht zum Weltschlaftag über Schlafstörungen
  • pz, erb

Noch im Winterschlaf oder schon frühjahrsmüde? Wenn der eigene Schlaf gestört ist, ist der Tag für viele schon morgens gelaufen. Zum Weltschlaftag 2025 an diesem Freitag, 14. März, beantwortet Dr. Thushira Weerawarna (54), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 3 (Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin) am Siloah St.Trudpert Klinikum, drei Fragen zum gesunden Schlaf.

PZ: Wie erkenne ich überhaupt, ob eine Schlafstörung vorliegt?

Weerawarna: „Schlafstörungen sind mehr als eine schlechte Nacht. Sie treten mehrfach in der Woche auf. Betroffene haben in der Regel schon seit Wochen Probleme, einzuschlafen oder durchzuschlafen, und wachen mitten in der Nacht auf.“

Welche Folgen kann schlechter Schlaf haben?

„Die gesundheitlichen Folgen sind nicht zu unterschätzen. Der Körper kann sich im Schlaf nicht mehr so regenerieren, wie er es bräuchte. In der Folge können Bluthochdruck und Diabetes entstehen, Übergewicht und Schlaganfälle werden begünstigt. Wer sich über Nacht nicht erholen kann, merkt die Folgen gleich am nächsten Tag: Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab, man ist unaufmerksam und kann seine Leistung nicht komplett abrufen.“

Was, wenn schon Kinder und Jugendliche schlecht schlafen?

„Auch junge Menschen können bereits unter Schlafstörungen leiden. Woran dies liegt? Viele verbringen viel Zeit mit dem Smartphone, Tablet und werden von Informationen und Reizen bis spät abends und in die Nacht überflutet. Danach fällt es schwer, Ruhe zu finden und einzuschlafen. Auch Sorgen und Ängste spielen hier eine große Rolle. Abendrituale und ein geregelter Tagesrhythmus tragen viel dazu bei, abends gut in den Schlaf zu finden.“

Der Aktionstag

Der internationale World Sleep Day, also Weltschlaftag, ist eine Aktion der World Sleep Society. Immer Mitte März werden Themen der Schlafgesundheit in den Fokus gerückt und Bürger dafür sensibilisiert, wie gravierend dauerhafte Schlafprobleme sein können und wie wichtig die richtige Reaktion darauf ist. Jedes Jahr gibt es deshalb nicht nur öffentliche Aufklärung, sondern auch Vorträge und Expertenkongresse.