Pforzheim
Sozialrathaus: Besitzer enttäuscht über Absage an Ex-Thales-Bau

Pforzheim. Der Ispringer Unternehmer Werner Koch (SK Immobiliengesellschaft Enz), Besitzer der ehemaligen Thales-Immobilie, zeigt sich in einer Pressemitteilung enttäuscht über die Entscheidung des Pforzheimer Gemeinderats, nicht die bestehenden und leicht umzubauenden Räumlichkeiten an der Ostendstraße für ein Sozialrathaus zu nutzen, sondern auf einen Komplettumbau zu setzen. Der soll, wie berichtet, an der Ecke Leopoldstraße/Zerrennerstraße im Sinn-Leffers-Gebäude vorgenommen werden. Die Großfraktion aus FDP/FW/UB und LED hatte die Thales-Lösung favorisiert.

Koch hätte auf einen Schlag rund 10.000 Quadratmeter Nutzfläche an die Stadt vermieten können – so, wie er den nördlichen Gebäuderiegel ans Land vermietete, damit dort das Kriminalkommissariat des Polizeipräsidiums untergebracht werden konnte. Koch moniert, viele Gemeinderäte hätten sich nicht die Mühe gemacht, die ehemalige Thales-Fabrik (früher SEL, dann Alcatel, dann Nokia) zu besichtigen, um sich ein Bild zu machen. Das Oststadt-Areal, so Koch erneut, sei gut mit dem ÖPNV zu erreichen, biete für den Individualverkehr 200 Parkplätze (wogegen die Sinn-Leffers-Lösung die Parksituation dramatisch verschlechtern und der Neubau an diesem zentralen Punkt der Stadt ein Verkehrschaos verursachen werde); der Umbau würde von Koch übernommen, und die Stadt spare pro Jahr rund 400.000 Euro Kosten, wenn er als Vermieter auftrete – und die Steuern und Abgaben flössen vollständig in die Region und nicht nach England. Auch arbeite man nahezu ausschließlich mit regionalen Handwerkern zusammen.