Mühlhausen Gemeindehalle Sanierung
Wegen einer starken Schadstoffbelastung mit PCB kann die Mühlhäuser Sporthalle derzeit nicht genutzt werden.
Röhr
Pforzheim
Sporthallen in Mühlacker: SPD will digitale Buchung und faire Verteilung der Hallen

Die SPD-Fraktion Mühlacker hat einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt in welchem sie eine umfassende Darstellung der Hallenbelegungen der vergangenen drei Jahre sowie eine strukturierte Bewertung aller Sporthallen im Stadtgebie fordert. Damit soll geklärt werden wie die vorhanden Hallen in Zukunft besser genutzt werden können.

Belastbare Datengrundlage für bessere Nutzung

Die SPD-Gemeinderatsfraktion Mühlacker setzt sich für eine optimierte, bedarfsgerechte und faire Nutzung der städtischen Sporthallen ein. Mit einem aktuellen Antrag an die Stadtverwaltung fordert die Fraktion eine umfassende Darstellung der Hallenbelegungen der vergangenen drei Jahre sowie eine strukturierte Bewertung aller Sporthallen im Stadtgebiet.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die vorhandene Infrastruktur künftig noch transparenter, gerechter und effizienter genutzt werden kann.

„Unsere Sporthallen sind zentrale Orte des gesellschaftlichen Lebens – für Schulen, Vereine und zahlreiche Freizeitgruppen. Deshalb brauchen wir eine belastbare Datengrundlage, um über Verbesserungen faktenbasiert entscheiden zu können“ 

- erklärt der Fraktionsvorsitzende Paul Renner.

Schwerpunkt Digitalisierung

Konkret beantragt die SPD eine transparente Aufbereitung der tatsächlichen Hallenbelegungen, differenziert nach Wochentagen, Uhrzeiten, Ferienzeiten sowie nach nutzenden Vereinen und Akteuren. Zusätzlich sollen die Hallen systematisch bewertet werden, etwa hinsichtlich ihrer Eignung für Sportarten, ihrer räumlichen Voraussetzungen, Geräteausstattung sowie ihrer Zugänglichkeit insbesondere für Kinder und Jugendliche. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Die Verwaltung soll prüfen, inwieweit Belegung, Verwaltung und Buchung der Hallen künftig digital unterstützt werden können – beispielsweise über eine App oder ein webbasiertes Buchungssystem. „Viele Abläufe erfolgen noch analog und sind mit hohem Abstimmungsaufwand verbunden. Eine digitale Lösung würde für mehr Übersicht, Planungssicherheit und Effizienz sorgen – sowohl bei den Vereinen als auch in der Verwaltung“, betont Julia Ziegler.

Gleichbehandlung in der Hallennutzung 

Zudem nimmt die Fraktion die Ferienregelungen in den Blick. Immer wieder werde deutlich, dass in Ferienzeiten Hallenkapazitäten ungenutzt blieben, während Vereine Trainingsbedarf haben. Deshalb soll geprüft werden, ob bestehende Zugangsregelungen alle Vereine gleich behandeln und ob Hallenzeiten in den Ferien pragmatisch, gegebenenfalls auch ganztags, genutzt werden können – ohne zusätzlichen Personalaufwand. „Es geht um Transparenz und Gleichbehandlung. Alle Vereine müssen nachvollziehen können, nach welchen Kriterien Hallenzeiten vergeben werden“, sagt Jürgen Metzger.

Klarheit und Planungssicherheit für angespannten Hallensituation

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die aktuelle Hallensituation im Stadtgebiet. Die SPD-Fraktion möchte von der Stadt zudem dargestellt bekommen, wie die Nutzungen künftig auf die übrigen Hallen verteilt werden, nachdem die Sporthalle Mühlhausen derzeit nicht genutzt werden kann und die Käppele-Turnhalle nur noch eingeschränkt und perspektivisch wohl nicht mehr zur Verfügung steht. Dabei geht es auch um die Frage, nach welchen Kriterien die Umverteilung erfolgt und wie für Vereine, Schulen und Gruppen eine verlässliche Planung sichergestellt wird. „Gerade in einer ohnehin angespannten Hallensituation brauchen die betroffenen Vereine und Schulen Klarheit und Planungssicherheit. Es muss nachvollziehbar sein, wie die Kapazitäten verteilt werden und wie die Stadt mit den aktuellen Einschränkungen umgeht“, betont Fraktionschef Paul Renner.

Keine zusätzliche Bürokratie sondern eine bessere Nutzung

Ziel des SPD-Antrags sei keine zusätzliche Bürokratie, sondern eine bessere Nutzung der bestehenden Infrastruktur. „Gerade in finanziell schwierigen Zeiten müssen wir das, was wir haben, optimal einsetzen. Mit klaren Zahlen, fairen Regeln und moderner Technik schaffen wir einen echten Mehrwert für den Sport und das Ehrenamt in unserer Stadt“, ergänzt Uli Seibold. Mit der beantragten Analyse soll der Gemeinderat erstmals eine umfassende Entscheidungsgrundlage erhalten, um über mögliche Anpassungen, gerechtere Ferienregelungen und eine digitale Modernisierung der Hallenverwaltung zu beraten.