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Verstehen ihre Ansprache als Anerkennung der ehrenamtlichen Helfer: Wolf-Dietrich Hammann, Katja Kreeb und Gert Hager (von links). Foto: Morelli
Verstehen ihre Ansprache als Anerkennung der ehrenamtlichen Helfer: Wolf-Dietrich Hammann, Katja Kreeb und Gert Hager (von links). Foto: Morelli
26.03.2017

Stadt, Land und Kreis stärken unersetzliche Flüchtlingshelfer

Pforzheim. Wertschätzung und Respekt haben Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe verdient. Darin sind sich Wolf-Dietrich Hammann, baden-württembergischer Ministerialdirektor für Soziales und Integration, Oberbürgermeister Gert Hager und die Sozialdezernentin des Enzkreises, Katja Kreeb, einig.

Am Samstagvormittag begrüßten sie rund 70 der bürgerschaftlich Engagierten aus Pforzheim und dem Enzkreis zu einer ganztägigen Regionalkonferenz im Reuchlinhaus und dem Kupferdächle unter dem Motto „Engagiert weiter!“ Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg hat sie in Zusammenarbeit mit der Stadt Pforzheim und der Landeszentrale für politische Bildung veranstaltet. „Wir im Rathaus wissen, wie wichtig ihre Arbeit ist“, machte Hager deutlich. Ohne das Engagement von allein 1500 aktiven Ehrenamtlichen im Enzkreis, wären die letzten eineinhalb Jahre nicht so ruhig verlaufen, fügte Kreeb hinzu. Rechne man mit fünf bis sechs Wochenstunden pro Person, erbringen sie gemeinsam die Leistung von 400 Vollzeitbeschäftigen. Ihre Beziehungsarbeit sei Schlüssel zur Integration. Auch die Referentin Misun Han-Broich von der evangelischen Hochschule Berlin hob die Wirksamkeit der persönlichen Unterstützung in ihrem Impulsvortrag hervor.

Die Würdigung der Ehrenamtlichen ist für Hammann verknüpft mit dem Anliegen, ihnen Mut zu machen. „Integration ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf“, zieht er den Vergleich. Damit Geflüchtete zu Bürgern werden, möchte er vor allem den Dialog auf kommunaler Ebene fördern. Hauptamtliche Flüchtlingsmanager sollen künftig mit den Ehrenamtlichen in den Kommunen zusammenarbeiten und ihre Netzwerke organisieren. Unterstützung erhalten die engagierten Bürger auch im Rahmen der Konferenz durch das Angebot verschiedener Workshops, die Raum zum Erfahrungsaustausch und zur gemeinsamen Reflexion bieten. Auch die Hintergründe zum Wandel der Debatte um Asyl und Migration sowie Argumente gegen Anfechtungen und Anfeindungen werden diskutiert. Gegenseitig stärken sich die Teilnehmenden für die Bewältigung dieser Herausforderungen im Alltag.