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Eine Frau dreht am Thermostat einer Heizung.  Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa 

Stadt Pforzheim will Verwaltungsbüros mit 19 Grad beheizen

Pforzheim. Die Stadt Pforzheim erklärt in einer Pressemitteilung, warum es noch keine konkreten Entscheidungen in Sachen Energieeinsparungen gibt, obwohl gleich mehrere Arbeitsgruppen der Stadt Pforzheim an unterschiedlichen Themenstellungen arbeiten. Die Frage, wie sich der Energieverbrauch in städtischen Liegenschaften reduzieren lasse, stehe dabei genauso im Fokus wie soziale oder wirtschaftliche Aspekte.

„Immer gilt es zu bedenken, welche Auswirkungen eine Maßnahme für verschiedene Gruppen von Nutzerinnen und Nutzern hat“, stellt der Leiter des Verwaltungsstabs Energie, Personalamtsleiter Bernhard Enderes, die Komplexität des Themas dar. „Welche arbeitsrechtlichen Vorgaben gilt es zu beachten, wenn beispielsweise die Temperatur in Dienst- und Arbeitsräumen abgesenkt wird? Wer ist alles einzubinden? Und wie organisieren wir die Kommunikation mit den Betroffenen und den Personalvertretungen?“, sind weitere Fragen, die Enderes aufwirft.

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Da Energieeinsparungen immer mit Komfortverlusten für Bürger, Nutzer sowie Mitarbeitern einhergehe, gelte es, das Vorgehen insgesamt mit all diesen Gruppen gut zu koordinieren. „Auch technische Fragen lassen sich nicht von einem Tag auf den anderen lösen. Das städtische Gebäudemanagement bereitet daher ganz konkret eine Absenkung der Wärmeleistung der Heizungsanlagen für die städtischen Büroflächen vor.“ Nach dem Energiesicherungs-Paket sei eine Absenkung auf maximal 19 Grad vorgesehen.

„Natürlich werden neben den Grundeinstellungen auch die händisch zu regelnden Einstellmöglichkeiten der Heizungen in den Büros reduziert.“

Personalamtsleiter Bernhard Enderes, Leiter des Verwaltungsstabs Energie

„Dies wird ebenfalls bereits vorbereitet“, erläutert der Stabsleiter weiter. Als weitere Maßnahme habe das Gebäudemanagement die Klimaanlagen der Ratssäle, Besprechungszimmer und ähnlicher Räumlichkeiten im Rathaus bereits so eingerichtet, dass diese erst ab 26 Grad Raumtemperatur in Betrieb gehen. Städtische Gebäude, die in Pforzheim von außen angestrahlt werden, gebe es derzeit nicht. Die Temperatur in den Liegenschaften soll außerhalb der Betriebszeiten reduziert und die Beleuchtungssteuerung in Fluren, Büros und Treppenhäusern angepasst werden.

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Auch die Voraussetzungen für eine Reduzierung der Kälteleistung und Anpassung der Kaltgangtemperaturen für die IT-Infrastruktur und IT-Technikräume würden derzeit geschaffen, die Umsetzung werde dann in enger Abstimmung mit der EDV erfolgen. Zudem habe das städtische Gebäudemanagement alle Hausmeister an Schulen und Kindertagesstätten angewiesen, alle Gerätschaften, die sich in den Sommerferien auf Standby befinden, vom Strom zu nehmen. „Vom Gebäudemanagement wurden weitere mögliche Maßnahmen zur Energieeinsparung geprüft, die aber noch einer Grundsatzentscheidung bedürfen.“