Pforzheim. Die Preise an den Energiebörsen befinden sich weiterhin auf einem historisch hohen Niveau und sorgen dafür, dass die Stadtwerke Pforzheim (SWP) nun auch die Preise für die Fernwärme zum Jahreswechsel anpassen müssen. Laut Pressemeldung ist die Steigerung insbesondere auf die Kosten für Erdgas, CO2 und Altholz, das im Biomasseblock zum Einsatz kommt, zurückzuführen. Neben den stark angestiegenen Beschaffungskosten fließen auch gestiegene Netzentgelte sowie staatliche Abgaben in den Preis ein.
Preisformel erhöht Transparenz
Die Systematik der Preisgestaltung besteht aus der Summe von Grundpreis, Arbeitspreis und Emissionspreis, wobei der Arbeitspreis von diversen Faktoren wie den Gas- und Holzpreisen sowie der Lohnkostenentwicklung abhängig ist. Bei der Emissionspreisgestaltung werden die gesetzlichen Abgaben für CO2-Zertifikate berücksichtigt. Der Grundpreis setzt sich aus der bestehenden Lohnkostenentwicklung sowie dem Investitionsgüterindex zusammen.
Entlastungen mildern Anstieg
„Mir ist die Mehrbelastung der Haushalte bewusst, daher freut es mich, dass meine Forderung nach Entlastungen vom Gesetzgeber umgesetzt wurde“, erklärt Herbert Marquard, Geschäftsführer der SWP. Die Gaspreisbremse gilt ab März 2023 und kommt rückwirkend ab dem 1. Januar 2023 zur Anwendung: 80 Prozent des individuellen Verbrauchs werden demnach für Fernwärme zu 9,5 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt. Darüber hinaus verbrauchte Mengen werden nach der neuen SWP-Preisformel berechnet.

