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Nah dran an den Stars: Geschäftsführer Hamoun Kamai beim „Stand Up PFestival“ 2011 im Gespräch mit Sänger Thomas Godoj, Gewinner bei „Deutschland sucht den Superstar“. Mit dabei Carsten Cierniak und Fabian Reinhardt von PZ-news (von rechts). Foto: Ketterl
Nah dran an den Stars: Geschäftsführer Hamoun Kamai beim „Stand Up PFestival“ 2011 im Gespräch mit Sänger Thomas Godoj, Gewinner bei „Deutschland sucht den Superstar“. Mit dabei Carsten Cierniak und Fabian Reinhardt von PZ-news (von rechts). Foto: Ketterl
07.08.2015

„Stand Up“-Initiative wird aufgelöst

Pforzheim. Die Pforzheimer „Stand Up“-Initiative soll es künftig nicht mehr geben. Die Initiative hatte Hamoun Kamai, der seit einem Verkehrsunfall von den Schultern abwärts gelähmt ist, 2006 ins Leben gerufen. Das Ziel: Menschen mit Behinderung, insbesondere Querschnittsgelähmten, neue Hoffnung zu geben – und sie finanziell zu unterstützen.

Bekanntgeworden ist die „Stand Up“-Initiative vor allem durch die „PFestival“-Konzerte von 2009 bis 2012. Kurz vor der Erstauflage der Veranstaltung 2009 war die Initiative im bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden. In den kommenden Jahren stieg die Zahl der Besucher kontinuierlich – was sich allerdings kaum finanziell auswirkte. „Die Veranstaltung war kostenlos, wir waren also auf Spenden und Verzehr an den Gastroständen angewiesen“, so Kamai. Der Erlös sollte Querschnittsgelähmten zugute kommen. Schließlich waren die Organisatoren so im Minus, dass das Festival im Folgejahr erst einmal ausfallen musste. Auch die geplante Neuauflage auf dem Messplatz 2014 musste abgesagt werden. Diese Niederlage gab den Ausschlag dafür, dass die Initiative nun aufgelöst wird. „Hinzu kommt, dass mich die Organisation in den vergangenen Jahren körperlich sehr angestrengt hat“, so der junge Mann, der weder Arme noch Beine bewegen kann. Die Webseite zur Initiative will Kamai aber weiterbetreiben.

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