
Pforzheim. Sie zittern, sie frieren, ihre Redemanuskripte sind regentropfengetränkt, aber sie stehen aufrecht und feierlich dem ersten Herbststurm trotzend vor dem Haus an der Goebenstraße 5 im Rodgebiet: Schülerinnen und Schüler des Hilda-Gymnasiums, die sich mit ihrem Lehrer Martin Rühl seit Jahren mit den Schicksalen jüdischer Bürger in Pforzheim beschäftigen.
Manche halten an diesem Tag Fotografien hoch; die Schülerinnen Ivana Jannone, Nathalie Iskandar und Naemi Livia Fust (alle 17) erzählen am Donnerstagvormittag dazu auf Deutsch und Englisch über die vier jüdischen Familienmitglieder, derer mit Stolpersteinen gedacht werden soll. Es handelt sich um die Eltern Arthur und Lily David sowie deren Kinder Hannelore und Hans-Werner. Der zweisprachige Vortrag hat seinen Grund. Denn eine besonders andächtige Note bekommt diese Verlegung von
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