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Anstoßen im Foyer – die Deutsch-Rumänische Gesellschaft freute sich über die weitere Kooperation mit dem Kommunalen Kino: Dan Diulescu, Klara Eiwen, Herbert Eiwen, Carla Cuculeanu und Elena Cuculeanu (von links).  Foto: privat 

Stolz auf Filmpreis für Landsmann - Deutsch-Rumänische Gesellschaft Pforzheim/Enzkreis trifft sich zum Event

Pforzheim. Die Auszeichnung mit dem „Goldenen Bären“ der Berlinale ist für einen Filmemacher etwas ganz Besonderes. In diesem Jahr schaffte es der rumänische Filmregisseur und Drehbuchautor Radu Jude, sich die begehrte Auszeichnung zu sichern. „Er gehört zu einer neuen jungen Filmemachergeneration in Rumänien, die sich mit der Gesellschaft kritisch auseinandersetzt“, so Herbert Eiwen, der stellvertretende Vorsitzender der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft (DRG) Pforzheim/Enzkreis.

Mit seinem Werk „Bad Luck Banging or Loony Porn“ trifft Radu Jude mit Witz und pointierter Beobachtung den Nerv der Zeit und beleuchtet darin unter anderem die Abgründe der sozialen Medien und der Konsumgesellschaft. Die DRG lud zu diesem besonderen Anlass zu einem Empfang im Foyer des Kommunalen Kinos ein. Bei Sekt und Häppchen konnten nach langer Zeit wieder Menschen zusammenkommen, wenn auch mit Maske und unter den aktuell geltenden Hygienebestimmungen.

„Das ist heute wieder etwas ganz Besonderes nach acht Monaten, die wir schließen mussten“, freuten sich auch die Kino-Mitarbeiter. Zum bundesweiten Kinostart zeigte das KoKi den preisgekrönten Film in originalsprachlicher Fassung mit deutschen Untertiteln. „Das ist die vierte Kooperation mit dem Kommunalen Kino in Pforzheim, und wir freuen uns, dass gerade jetzt ein rumänischer Film mit diesem Preis ausgezeichnet wurde und wir das begleiten können“, betonte Eiwen. Doch auch während der Pandemie waren die Mitglieder der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft im regen Kontakt und vielfältig im Einsatz.

In Kontakt mit Gesundheitsamt

Die Mitgliederversammlungen wurden digital abgehalten und dabei die neuesten Entwicklungen besprochen. „Es war einfach schön, die anderen Mitglieder wieder zu sehen, auch wenn es nur digital war“, erzählte Klara Eiwen, Schatzmeisterin der DRG. Mit dem Gesundheitsamt sei die DRG im regelmäßigen Kontakt, um beispielsweise Hygienemaßnahmen und -regeln für ihre Mitbürger zu übersetzen oder die Impfangebote zu erklären. Auch für die Mitarbeiter von Müller-Fleisch, die sich nach dem Corona-Ausbruch in Quarantäne befanden, sei eine Hilfsaktion gestartet worden, bei der für diese Menschen eingekauft wurde. Mit etwa 6400 Mitbürgern sind die Rumänen die zweitgrößte ausländische Bevölkerungsgruppe.