Faust-im-Dunkel
Noch im Hausflur wurden die Streitigkeiten handgreiflich. Einige der Beteiligten mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Streit zwischen Türken und Bulgaren eskaliert: 14 Streifenwagen vor Ort

Pforzheim. Insgesamt 14 Streifenwagen mussten in der Nacht zum Montag anrücken, um einen Streit zwischen Türken und Bulgaren in einem Wohnhaus an der Lindenstraße in Pforzheim zu schlichten.

Wie die Polizei mitteilte, beschwerte sich zunächst um 23.30 Uhr ein türkischer Bewohner über Lärm in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses, die von Bulgaren bewohnt wurde.

Er sprach deshalb zwei junge Männer im Hausflur an, die daraufhin auf den Mann losgingen. Dann mischten sich weitere Familienmitglieder beider Parteien in die Streitigkeiten ein und es kam zu gegenseitigen Körperverletzungen. Einige der Beteiligten mussten laut Polizei in ein Krankenhaus gebracht werden. Als die ersten Polizisten eintrafen, hatten sich die Streitigkeiten bereits auf die Straße verlagert. Damit nicht genug: Kurz vor Mitternacht fuhren noch 15 türkischstämmige Männer in drei hochpreisigen Mietwagen vor. Sie mischten sich zusätzlich in den Konflikt ein und verhielten sich hochaggressiv gegenüber den Polizeibeamten.

Die Lage beruhigte sich erst, als insgesamt 14 Streifenbesatzungen am Ort des Geschehens eingetroffen waren. Neben den Streifen von den Pforzheimer Revieren waren Polizisten aus Karlsruhe, Mühlacker, Neuenbürg und der Polizeihundeführerstaffel eingesetzt. Letztlich wurden den provokanten Autoinsassen Platzverweise erteilt, die sie dann auch befolgten. Erst um 2.45 Uhr hatten sich die erhitzten Gemüter beruhigt und die Polizei konnte abrücken. Die Ermittlungen wegen Körperverletzungsdelikten gegen mehrere Beteiligte dauern an.