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Rhythmisch: Ulli Baral von „Los Trommlos“ animiert zum Mitmachen und gibt den Takt vor.
Rhythmisch: Ulli Baral von „Los Trommlos“ animiert zum Mitmachen und gibt den Takt vor.
Große Bühne: Auch der Chor „TonArt“präsentiert sich beim Tag der Musik im Kupferdächle. Foto: Tilo Keller
Große Bühne: Auch der Chor „TonArt“präsentiert sich beim Tag der Musik im Kupferdächle. Foto: Tilo Keller
Sie bringen das Publikum zum Wippen: Die „Easy Guitar Unpluggend Band“ zieht die Zuhörer in ihren Bann. Foto: Tilo Keller
Sie bringen das Publikum zum Wippen: Die „Easy Guitar Unpluggend Band“ zieht die Zuhörer in ihren Bann. Foto: Tilo Keller
Die „Penthouse Jazzband“ und ihr Gründer Bibi Kreutz (vorne). Foto: Tilo Keller
Die „Penthouse Jazzband“ und ihr Gründer Bibi Kreutz (vorne). Foto: Tilo Keller
17.03.2019

„Tag der Musik“: Chöre, Orchester und Bands geben Kostproben im Kupferdächle

Pforzheim. „Fanta, Coca-Cola, Fanta, Coca-Cola“, ruft Ulli Baral den Kindern und Erwachsenen zu. Der „Los Trommlos“-Gründer sitzt im Untergeschoss des Kupferdächles und lässt die Teilnehmer seines Workshops zu diesem Takt auf die Trommeln klopfen, während Mark Forsters „Chöre“ aus den Boxen dröhnt.

Nebenan wippen unterdessen die Zuhörer mit den Füßen, als die jungen Leute der Gitarrenschule „Easy Guitar“ auf der Bühne Chaka Khans Klassiker „Ain’t nobody“ anstimmen. „Das ist mein Lieblingslied“, sagt ein Mann begeistert zu seiner Begleitung, während zwei Stockwerke über ihm der Funke bereits auf das Publikum überspringt als die „Penthouse Jazzband“ ganz im New-Orleans-Stil ins Kaminzimmer einzieht.

Tag der Musik: Orchester der Jugendmusikschule überzeugt

Im Kupferdächle dreht sich am Sonntag alles um Ton und Klang. Zum 18. Mal veranstaltet die Sektion Musik des Pforzheimer Kulturrats dort den Tag der Musik. Chöre, Orchester, Musikgruppen, Ensembles und Solisten aus der Goldstadt und dem Enzkreis präsentieren die ganze Vielfalt der Musik. Mehrere Hundert Akteure stehen auf den Bühnen in verschiedenen Räumen, singen, musizieren und lassen die zahlreichen Zuhörer aus allen Altersgruppen auch kräftig mitmachen. So bereits bei der Eröffnung durch das Orchester der Jugendmusikschule Pforzheim. Dessen Leiter Oliver Scherke sowie die Gesangssolisten Jule Burghard, Karolina Borecki, Gloria Mussayo und allen voran Donovan Noesser fordern das Publikum mit großen Gesten dazu auf, in „We Are The World“ von USA for Africa einzustimmen.

Genau das ist für Andreas Michel auch die Essenz dieses Tages. „Musik zu konsumieren ist eine Möglichkeit“, sagt der Leiter der Jugendmusikschule Pforzheim und Sprecher der Sektion Musik, „aber Musik verbindet erst dann wirklich, wenn wir sie aktiv ausführen und wir in gegenseitigen Austausch treten.“ Musik euphorisiere, inkludiere und sei pure Lebensfreude. Gerade in einer Stadt wie Pforzheim sei ein solch integratives Element besonders wichtig, erklärt Michel im Gespräch mit der PZ.

Wie auch Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler dankt er daher besonders den Förderern dieses „Tages der Musik“ wie PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer und der Sparkasse Pforzheim Calw. „Ich kenne niemanden, den Musik kalt lässt“, sagt auch Sibylle Schüssler. Musik halte jung, inspiriere, führe Generationen und Nationalitäten zusammen und mache einfach Spaß. Mit seiner Mischung und seinem Stil-Mix zeige der Tag der Musik die ganze Bandbreite auf.

Tatsächlich lassen sich die vielen Interessierten im Kupferdächle von den unterschiedlichen Interpreten begeistern, machen selber bei der offenen Bühne mit und genießen die klanglichen Kostproben auf allen Ebenen. Michel schätzt, dass es wieder an die 1000 Besucher sein werden, die den Veranstaltungshöhepunkt der Sektion Musik besuchen.