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In den lateinamerikanischen Tänzen befinden sich Jacqueline Joos und Razvan Dumitrescu in ihrem Element.   privat
In den lateinamerikanischen Tänzen befinden sich Jacqueline Joos und Razvan Dumitrescu in ihrem Element. privat
11.12.2016

Tanzen ist ihr Leben: Jacqueline Joos und Razvan Dumitrescu eilen von Erfolg zu Erfolg

Wenn sich beim Turnier um den Goldstadtpokal 2017 am 28. Januar der internationale Tanz-Nachwuchs auf dem Parkett im CongressCentrum (CCP) um den „red young cup“ der Sparkasse Pforzheim Calw messen wird, erhält das beste Paar des Schwarz Weiss Club (SWC) als Organisator des Galaballs „Glamour meets Sports“ von dessen Medienpartner, der „Pforzheimer Zeitung“, den mit 1000 Euro dotierten PZ-Förderpreis überreicht.

Zweimal konnte sich Jacqueline Joos darüber freuen. Damals war ihr Partner in den lateinamerikanischen Tänzen noch Nikita Schneider (in den Nachwuchsklassen seit 2008), der sich Ende 2014 entschlossen hatte, trotz aller sportlichen Erfolge der Schulausbildung den Vorrang zu geben. Auf Vermittlung von SWC-Trainer Sergiu Luca fand Jaqueline mit dessen rumänischen Landsmann Razvan Dumitrescu einen neuen Partner. Das Paar – sie heute 19, er 21 – passte von Anfang an zusammen, schnell stellten sich die ersten Erfolge ein.

Reisen gehört zwingend dazu

Wer schon mal beim Training zugeschaut hat, stellt fest, dass Tanzen ein anstrengender Sport ist. Was gleichermaßen für ein Turnier gilt, wenn Höchstleistungen über mehrere Runden von jeweils fünf Tänzen gefordert werden. Und wenn Jaqueline und Razvan in diesem Jahr bereits in 15 europäischen Ländern an den Start gingen, ist auch das Reisen keinesfalls eine vergnügliche Angelegenheit. Zumal die junge Tänzerin in Karlsruhe auf die Sport- und Gymnastikschule geht und erst am Nachmittag nach Pforzheim zurückkommt. Dann geht es meist direkt zum Training ins Tanzsportzentrum auf der Wilferdinger Höhe. Ihr Partner ist bei DHL angestellt und kann sich seine Arbeitszeiten selbst aussuchen.

Zwei Stunden Training, unter anderem mit Sergiu Luca, waren beispielsweise am vergangenen Donnerstag angesagt, am Freitagbend hieß es dann Kofferpacken, denn an diesem Wochenende nahmen Dimitrescu/Joos am „Christmas Dancing“ mit einem Latein-Turnier World Open im norwegischen Lillehammer teil. Dieses war am Sonntagabend bei PZ-Redaktionsschluss noch nicht beendet.

Insgesamt 25 internationale Turniere haben die beiden 2016 getanzt, wie erwähnt in 15 Ländern. Dabei hatten sie vom 2. bis 4. November auch eine logistische Meisterleistung zu bewältigen, denn am Freitag und Samstag starteten sie zweimal in Vilnius (Litauen) – mit einem vierten Platz bei den North European Championships. Bereits am Sonntag stand ein World Open Turnier im spanischen Salou auf dem Programm, bei dem Jacqueline und Razvan ins Semifinale einzogen, sich am Ende über einen zehnten Platz freuen konnten.

Vom Hotel aufs Parkett

Wie so etwas zeitlich zu bewältigen ist? „Meist kommen wir spätabends an, sehen daher von der jeweiligen Stadt nur selten etwas“, berichtet Jaqueline Joos. „Wir gehen ins Hotel, tanzen am nächsten Tag das Turnier, worauf die Abreise meist am darauf folgenden Morgen erfolgt. Bis jetzt konnten wir leider nur kurz in Barcelona, Vilnius und in Olbia (Anmerkung: Italien) die kurze Zeit außerhalb des Tanzens genießen und uns für ein paar Stunden wie im Urlaub fühlen.“ Wobei sie noch wissen lässt, wie die Doppelbelastung mit Litauen und Spanien an einem Wochenende zu bewältigen war: „Wir hatten im Plan, am Sonntagmorgen auch nach Barcelona zu fliegen, um in Salou zu tanzen. Die Turnierfrisur wurde noch im Hotel vorbereitet, zumal es unsicher war, ob wir es pünktlich zum Turnier schaffen. Aber, wie sagt man so schön: No Risk, no fun! Zum Glück hatten wir vorher daran gedacht, nur Handgepäck mitzunehmen, sonst hätte uns die Gepäckausgabe viel zu lange aufgehalten. In der Regel sind wir ungefähr zwei Stunden vor Turnierbeginn in der Halle, hier waren es ungefähr zehn Minuten.“ Als sie in Barcelona angekommen waren, mussten sie so schnell wie möglich einen Mietwagen finden, um nach Salou zu fahren. Im Auto hatte sich Jacqueline geschminkt, was sie vorher noch nie versucht hatte. „Zum Glück klappte alles super und wir sind, ausgesprochen zufrieden über unseren zehnten Platz, wieder nach Hause gereist.“

Gute Betreuung

Jetzt war das Paar zum ersten Mal in Norwegen, am nächsten Samstag folgt zum Jahresabschluss ein weiteres Turnier World Open Latein in Pomezia bei Rom. Ob Jaqueline und Razvan dort ebenso gut betreut werden wie vor kurzem Anfang November in Ankara? „Das Turnier in der Türkei war bestens organisiert. Wir mussten uns um fast nichts kümmern. Das Hotel war vom Veranstalter gebucht, es gab für uns einen Shuttle vom Flughafen und zurück. Für uns Tänzer gab es zudem Essen und Trinken vor Ort. Auch das Publikum ging unglaublich mit. Wir hatten das Gefühl, als wären wir nicht in einem fremden Land, sondern zu Hause. Wir konnten dieses Turnier von Anfang bis Ende vollkommen genießen.“ Zumal der elfte Platz ein weiterer Erfolg war. Daher wird das Paar im nächsten Jahr wiederkommen.

Karten für den Galaball „Glamour meets sports““ am Samstag, 28. Januar (Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr, Nachmittagsveranstaltung um 14 Uhr), gibt es im Kartenbüro der „Schmuckwelten“ sowie im Internet unter www.goldstadtpokal.de