VPE-Chef Axel Hofsäß erhofft sich von der neuen Tarifstruktur mehr Kundenzuspruch beim öffentlichen Nahverkehr. Foto: PZ-Archiv/Seibel
Pforzheim
Tarif mit Tücken: Netz-9-Monatskarte fällt weg
  • Jeanne Lutz

Pforzheim. Teurere Einzelfahrscheine, Tickets per App und günstigere Jahresabos: Die Tarifreform des Verkehrsverbunds-Pforzheim-Enzkreis (VPE) hält einige Neuerungen bereit. Eine von ihnen stößt dabei jedoch auf Unmut: Die Netz-9 Monatskarte wird es ab Donnerstag nicht mehr geben.

Pforzheim. Einfacher, günstiger und flexibler – Die Tarifreform des Verkehrsverbunds-Pforzheim-Enzkreis (VPE) hat laut Geschäftsführer Axel Hofsäß vor allem ein Ziel: Den öffentlichen Nahverkehr wieder attraktiver zu machen. Eine externe Firma habe daher auf Auftrag des VPE-Aufsichtsrats die jetzigen Tarife auf Herz und Nieren geprüft und dabei herausgefunden, dass der „Tarifdschungel“ mit seinen vielfältigen Angeboten gelichtet und die Preise angepasst werden müssten.

Am Donnerstag, 1. Februar, wird sich dementsprechend einiges ändern: Während es mit der App „Ticket2go“ – zu Deutsch: Ticket zum Mitnehmen – oder der gestaffelten Tageskarte einige Neuheiten geben wird, fallen mit der Abschaffung des Seniorentickets und der Netz-9-Monatskarte auch Angebote weg. „Das Seniorenticket hatte zuletzt monatlich etwa 240 Kunden“, erklärt Hofsäß. Die Einstellung sei eine logische Konsequenz gewesen. Anders sieht es bei der Netz-9-Karte aus. Bislang hatten Fahrgäste die Wahl zwischen der Monatskarte für 44 Euro, die ab 9 Uhr zur Fahrt im gesamten VPE-Netz berechtigt, sowie dem Jahresabo für umgerechnet 37 Euro im Monat. Beide Fahrkarten waren übertragbar. Mit dem neuen Tarifplan fällt die Monatskarte weg. Diese nutzten laut Hofsäß zuletzt rund 1200 Personen im Stadtgebiet. Stattdessen gibt es nur noch das Jahresabo, in der nicht-übertragbaren Variante zu 34, in der übertragbaren zu 39 Euro im Monat. Mit dem günstigen Angebot will der VPE langfristig Kunden binden.

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