nach oben

Hat sich im Ton vergriffen: Thomas Knapp (SPD).
Hat sich im Ton vergriffen: Thomas Knapp (SPD). © dpa
09.03.2011

Thomas Knapp nennt Stefan Mappus einen "Irren"

PFORZHEIM. Der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Knapp aus Mühlacker hat den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) am späten Mittwochabend wörtlich als „Irren“ bezeichnet.

Umfrage

Soll sich Thomas Knapp bei Stefan Mappus entschuldigen?

Ja 13%
Nein 80%
Mir egal 7%
Stimmen gesamt 15

Knapp nahm bei einer Podiumsdiskussion zur Landtagswahl im Kulturhaus Osterfeld Bezug auf Mappus Vorgehen gegen die Ausstellung „Neofaschismus in der Bundesrepublik“, die 2003 ursprünglich im Osterfeld stattfinden sollte. „Wie ein Irrer“ habe Mappus seinerzeit versucht, die Ausstellung zu verhindern.  Die Ausstellung war dann auch nicht im Osterfeld zu sehen, sondern in der Pforzheimer Stadtkirche. Mappus hatte auch die Kirche aufgefordert, die Schau nicht zu zeigen.

Eigentlich hatte Moderator Dagobert Breitkreutz im Osterfeld erwartet, überwiegend versöhnliche Stimmen zu hören, als er an die regionalen Kandidaten für die Landtagswahl die Frage nach der Landes-Förderung zu soziokulturellen Zentren wie dem Kulturhaus Osterfeld stellte. Doch der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Knapp aus Mühlacker erfüllte diese Erwartung nicht. Ganz bewusst erinnerte er daran, dass der heutige Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) 2003 Druck ausgeübt hatte, die Ausstellung „Neofaschismus in der Bundesrepublik“ nicht im Osterfeld zu zeigen. Knapp wörtlich: „Mappus ist wie ein Irrer durch die Gegend gelaufen und hat versucht, das zu verhindern.“ Nach lautstarken Reaktionen aus dem Publikum rügte Moderator Breitkreutz Knapp für seine Aussage. Knapp nahm daraufhin den Begriff „Irrer“ zwar zurück: Er sei damals aber „der zukünftige Ministerpräsident von Baden-Württemberg gewesen.

Leserkommentare (0)