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Bei einem Frontalcrash zwischen Pforzheim und Büchenbronn starb ein stadtauswärts fahrender Autofahrer. Eine bergab fahrende Frau war bei einem Ausweichmanöver in den Gegenverkehr geraten. © Seibel
Frontal stießen kurz vor Büchenbronn zwei Fahrzeuge zusammen. Der Fahrer des weißen Opel Corsa (rechts) starb, die Fahrerin im Opel Tigra (links) wurde schwer verletzt. © Seibel
08.01.2016

Tödlicher Frontalcrash bei Büchenbronn - Unfallverursacher meldet sich

Pforzheim. Einige Stunden nach dem tödlichen Frontalcrash auf der L562 zwischen Pforzheim und dem Stadtteil Büchenbronn hat sich ein Autofahrer bei der Verkehrspolizei Pforzheim gemeldet und erklärt, den Unfall verursacht zu haben. Am Freitag um 17.45 Uhr war ein 50-jähriger Mann in einem weißen Opel Corsa bergauf in Richtung Büchenbronn gefahren ist. Kurz vor dem Höhenstadtteil stieß der Corsa mit einem Auto, das von einem Parkplatz auf die L562 einbiegen wollte, zusammen und wurde dabei in den Gegenverkehr geschleudert. Dort kam es zum tödlichen Crash mit einem blauen Opel Tigra.

Der Unfallverursacher flüchtete mit seinem beschädigten Auto in Richtung Büchenbronn. Die Polizei leitete sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, doch vergeblich. Erst Stunden danach wurde das bisher ermittelte Unfallbild bestätigt: Der Unfallverursacher, von dem es aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine Details gibt, meldete sich bei der Polizei und gestand seinen tödlichen Fahrfehler.

Als der Opel Corsa den Parkplatz an der L562 passierte kam es zum Zusammenstoß mit dem unachtsam auf die Straße fahrenden Unfallverursacher. Durch den Aufprall wurde der Corsa nach links abgedrängt und stieß dort gegen den bergab fahrenden Tigra einer 67-jährigen Frau aus dem Enzkreis. Die wurde bei dem Frontalzusammenstoß schwer verletzt und musste vom DRK ins Krankenhaus gebracht werden. Für den 50-jährigen Corsa-Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch am Unfallort.

Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass der Corsa-Fahrer aus Richtung Büchenbronn kam. Rote Farbspuren am Tigra ließen zunächst vermuten, dass der Unfallflüchtige ein rotes Auto besitzt und den Tigra in den Gegenverkehr geschoben hatte. Der Sachverständige hatte das dann jedoch ausgeschlossen. Die Polizei konnte also zunächst nur davon ausgehen, dass der Unfallverursacher mit einem auf der linken Fahrerseite beschädigten Auto geflüchtet war. Die intensiven Ermittlungen dauern an, um letzte Klarheit über alle Aspekte des Unfalls zu erlangen. Die Verkehrspolizei Pforzheim bittet Zeugen, sich telefonisch unter (07231) 186-4100 zu melden.

Im Feierabendverkehr kam es zu längeren Verzögerungen. Die Landesstraße musste für mehrere Stunden in beiden Richtungen gesperrt werden. Der Verkehr wurde umgeleitet, lief durchs Wohngebiet Wacholder oder wurde gleich über die Grösseltalstrecke geführt. Am Opel Corsa entstand ein Totalschaden in Höhe von 2500 Euro, am Opel Tigra in Höhe von 5000 Euro. Im Einsatz waren auch ein Rettungswagen des DRK sowie ein Notarztteam des ASB. 

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