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Verstehen es, Genuss und Kultur zu verbinden: Kali Bäder und Eva-Maria Bäder-Grü nert von der Maultaschen Manufaktur mit Winfried Thein vom Programmrat des KoKi (von links).  Läuter
Verstehen es, Genuss und Kultur zu verbinden: Kali Bäder und Eva-Maria Bäder-Grü nert von der Maultaschen Manufaktur mit Winfried Thein vom Programmrat des KoKi (von links). Läuter
29.02.2016

„Trash Detective“ und Maultaschen im Koki

Ein nahezu ausverkauftes Haus und kaum noch Platz zum Stehen im Vorraum konnte am Freitagabend das Kommunale Kino (KoKi) vorweisen. Auf dem Programm standen gleich zwei besondere Leckerbissen, der eine tatsächlich kulinarischer Natur, der andere filmischer.

Weil auf der Leinwand der Regionalkrimi „Trash Detective“ von Maximilian Buck gezeigt wurde, hatte man sich entschieden, das Publikum mit der schwäbischen Spezialität, der Maultasche, zu locken. Weil natürlich nicht irgendwelche Herrgottsbscheißerle aufgetischt wurden, sondern die handgemachten von Evi und Kali Bäder von der ortsansässigen Maultaschen Manufaktur, war dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt.

Schrotthändler als Ermittler

Mit Begeisterung widmeten sich die Besucher vor dem Film den gleich in drei Varianten angebotenen Teigtaschen. Lachsforelle, Rote Bete und die klassische Füllung mit Fleisch waren an diesem Abend kostenlos zu haben, weil Evi und Kali zum Selbstkostenpreis angetreten waren und der Filmverleih Camino eine Spende dazugegeben hatte. So gestärkt machten sich die Zuschauer auf in den Kinosaal, um sich Bucks Abschlussfilm, den er an der Filmakademie Ludwigsburg erstellt hat, anzusehen. Dieser spielt im schwäbischen Matringen, wo sich der Schrotthändler Uwe Krollhass in Ermittlungen um den vermeintlichen Mord an der Schönheitskönigin Susi Berger stürzt.

Krollhass ist überzeugt, deren Mord beobachtet zu haben, kann aber seine Mitbürger nicht davon überzeugen, dass er die Wahrheit sagt. Dass Susi verschwunden ist, habe vielmehr er zu verantworten, glauben sie, die ihn vor allem als Säufer und Schwätzer kennen. Also macht sich Krollhass allein ans Werk. „Rudolf Waldemar Brem ist als schrottsammelnder Ermittler eine Urgewalt. Ein Regionalkrimi der Extraklasse“, heißt es in einer Kritik des Kinofests Lünen, und der „Spiegel“ schrieb: „lustvoll wahnwitzige Krimikomödie mit Anleihen an ,Twin Peaks‘ und Wolf Haas‘ Brenner-Romane.“

Die schwäbische Originalversion ist im KoKi am Montag ab 21 Uhr, am Mittwoch ab 19 Uhr, am Donnerstag ab 21 Uhr und am Samstag von 19 Uhr an zu sehen.