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Karlheinz Goldmann ist im Alter von 91 Jahren gestorben.  Foto: Privat 

Trauer um einen großen Gestalter: Karlheinz Goldmann ist tot

Pforzheim. Kirchliche und öffentliche Gebäude, aber auch Gewerbeeinheiten und Privatvillen hat er geschaffen – in Pforzheim wie in der weiteren Region. Somit prägte der Diplom-Ingenieur und Architekt Karlheinz Goldmann, das Stadtbild entscheidend mit. Im Alter von 91 Jahren ist er nun nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

Die Heiligkreuz-Kirche in Büchenbronn zeugt von Goldmanns innovativem architektonischen Ansatz, aber auch das Gemeindezentrum von Herz-Jesu, Kindergärten wie St. Gertrud der Franziskuspfarrei, die Aussegnungshalle in Engelsbrand oder das Eichamt in Mannheim. Der gebürtige Pforzheimer, der eng mit dem Architekten Hans Schürle zusammenarbeitete, war auch in der Wirtschaft ein großer Gestalter. Etliche Fabriken und Gewerbegebäude tragen seine Handschrift. Zu seinen Werken zählen unter anderem die Lederuhrarmbänder-Fabrik Heinrich Kaese an der Rabenstraße, der Produktionsbereich des Schmuckunternehmens Henkel & Grosse und Firmengebäude des von seinem Bruder Elmar Goldmann geführten Baustoffhandels Goldmann + Lindenberger.

Wie Elmar Goldmann, der lange Jahre als CDU-Stadtrat wirkte, dessen Sohn und Kompagnon Florentin Goldmann, der aktuell CDU-Fraktionschef ist, und Enkel Louis Goldmann als persönlicher Mitarbeiter von OB Peter Boch (CDU), war auch Karlheinz Goldmann politisch und ehrenamtlich engagiert. So brachte er sich etwa lange, intensiv und in exponierter Position in den CDU-Ortsverband Nord ein und hielt dem Ski-Club Pforzheim stets die Treue, dem die Familie Goldmann eng verbunden ist. Als bis zuletzt rüstig beschreibt Elmar Goldmann seinen Bruder, der kulturell sehr interessiert gewesen und regelmäßig Gast bei Konzerten und Theateraufführungen gewesen sei: „Er hat in seinem Leben einiges für Pforzheim bewirkt.“

Karlheinz Goldmann hinterlässt seine Frau Renate, fünf Kinder sowie sechs Enkelkinder. Die Trauerfeier beginnt am Mittwoch kommender Woche, 7. November, um 14 Uhr auf dem Hauptfriedhof. Eine Kondolenzliste liegt auf.