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Wie im Gruselfilm: Selbst die Ziegel und Fenster sind nun mattschwarz. © Seibel
Andreas Sarow blickt von einem Balkon gegenüber auf die surreal erscheinende Villa an der Friedenstraße. Er hat das Haus schwarz streichen lassen – vom Kamin bis zum Boden. Seibel
Wie im Gruselfilm: Selbst die Ziegel und Fenster sind nun mattschwarz.
30.08.2015

Über Nacht rabenschwarz: Immobilienhändler verwandelt Villa in mächtige Skulptur

Die Wände sind schwarz. Die Tür und alle Fenster sind schwarz. Sämtliche Ziegel sind schwarz. Selbst die Lampe am Eingang ist schwarz. Rabenschwarz.

Bildergalerie: Anwesen an der Friedenstraße soll zum Kunst-Tempel werden

Wer die Friedenstraße passiert, traut seinen Augen nicht. Über Nacht hat sich das denkmalgeschützte Anwesen Nummer 103 in bester Lage im Rodgebiet in ein einzigartiges Objekt verwandelt. Das Schild am Eingang lässt keinen Zweifel, dass es sich um Kunst handelt. „Die schwarze Villa“, steht da zu lesen, dazu „Skulptur 10 × 13 ×12 Meter; Stein, Ziegel, Holz, Glas; Andreas Sarow ; 2015“.

Andreas Sarow ist Immobilieninvestor und Galerist. Er hat diesen Anstrich veranlasst. In einer Guerilla-Aktion. Sprich: Ohne den Segen der Denkmalschützer. Da könnte Ungemach drohen. Dennoch hat Sarow nicht gezaudert, seine Vision in die Tat umzusetzen. „Als mir die Villa angeboten wurde, wusste ich sofort: Die muss schwarz werden“, sagt Sarow im PZ-Gespräch, „auch als Gegenpol zu der Orgie von überrestaurierten Vorzeige-Villen entlang der Straße mit ihren akkuraten und sachlichen Vorgärten.“ Eben jene Villen wirkten nun verspielt und kleinteilig – neben dieser Skulptur, deren mattes Schwarz Licht und Schatten zu schlucken scheint, was einen unwirklichen Eindruck schafft. Die Maßstäbe scheinen verzerrt.

www.galerie-sarow.de www.fabrikloft.de

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