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Johannes Mette geht. Foto: Constantin
Johannes Mette geht. Foto: Constantin
24.09.2017

Überraschende Nachricht: Pfarrer Mette verlässt die Stadt

Pforzheim. Pfarrer Johannes Mette hat seine Gemeinden St. Antonius, St. Bernhard und Heilige Familie in Keltern mit der Nachricht überrascht, dass er auf Drängen der Kirchenbehörde die Leitung der Seelsorgeeinheit „An der Schutter“ im Dekanat Lahr zum 2. Februar 2018 übernehmen wird. Das Erzbischöfliche Ordinariat in Freiburg bestimmte zur Bekanntgabe an die Gemeinde den gestrigen Sonntag.

Pfarrer Mette ist dann für die Seelsorge der rund 17 600 Katholiken in den Pfarreien St. Peter und Paul, Heilig Geist und Sankt Maria in Lahr, Mariä Heimsuchung in Kuhbach, St. Stephan in Reichenbach, St. Antonius in Schuttertal, St. Johannes in Dörlinbach, St. Roman in Schweighausen und St. Nikolaus in Seelbach verantwortlich. Gleichzeitig steht auch die Besetzung der Stelle als Dekan an.

Vielfältiges Wirken

Die Nachricht des Weggangs kam für die Gläubigen in Pforzheim-West überraschend und löste große Wehmut aus, da sich Pfarrer Mette mit den Gemeinden hervorragend verstand, Vieles in den zurückliegenden Jahren mit auf den Weg brachte und auch bei der Bildung der Kirchengemeinde Pforzheim mitwirkte. Neben der Integration der weit verzweigten Gemeinden, die er von Pfarrer Klaus Bundschuh 2008 übernommen hatte, stand der in Konstanz geborene Pfarrer auch dem Fasching aufgeschlossen gegenüber, brachte sich in der Ökumene der Weststadtgemeinden ein, ging mit Pfarrmitgliedern auf Radtouren und steuerte mit der Gemeinde auch auf Wallfahrten Ziele außerhalb Deutschlands an, zuletzt etwa zum seligen Bernhard von Baden in Moncalieri. Und die Musikabende in Pfarrer Mettes Garten hatten bereits Tradition. Der Erlös war dabei stets für arme Bürger der Stadt bestimmt.

Johannes Mette hatte vor seinem Dienstantritt in Pforzheim bereits als Praktikant in den Gemeinden 1993/94 erste pastorale Erfahrungen sammeln können. Nach seinem Abitur leistete er den Grundwehrdienst in Sigmaringen ab, studierte dann Theologie in Freiburg und München. Nach der Priesterweihe am 17. Mai 1998 durch den damaligen Erzbischof Oskar Saier war er als Vikar in Engen tätig und ab 2001 Sekretär von Erzbischof Saier, danach von Weihbischof Paul Wehrle und Erzbischof Robert Zollitsch. Während dieser Zeit schrieb er seine Doktorarbeit.

2004 erfolgte seine Ernennung zum Dompräbendar (Domvikar) an der Metropolitankirche, dem Freiburger Münster, seit 2010 ist er Mitglied der Ökumenekommission der Erzdiözese Freiburg. Daneben hatte er auch sechs Jahre lang die Aufgabe als Diözesanseelsorger der Malteser-Jugend im Malteser Hilfsdienst übernommen.

Herausfordernde Situation

Die Gemeinden lassen den beliebten Seelsorger nicht gerne ziehen, zumal mit seinem Weggang die Stelle nicht mehr mit einem Pfarrer besetzt werden kann. Ein Kooperator, dessen Stelle noch auszuschreiben ist, wird als Ansprechpartner im Pfarrhaus seinen Wohnsitz nehmen. Für die katholische Kirchengemeinde Pforzheim bedeutet dies, dass dann neben Dekan Bernhard Ihle nur noch Pfarrer Georg Lichtenberger und Kooperator Pfarrer Michael Dederich für die zehn Gemeinden in der Seelsorgearbeit vor Ort wirken, daneben auch der neue Kaplan für die Citygemeinden, Florian Oser.

Meiricher
26.09.2017
Überraschende Nachricht: Pfarrer Mette verlässt die Stadt

Offenbar steht die kathlische kirche in dieser Hinsicht der evangelischen in nichts nach.. Man verwaltet den Untergang und unterstützt ihn durch nicht nachvollziehbare Verwaltungsentscheidungen. Was bleibt einem als Christ? Die Freikirchen! Dort gibt es keine Katholiken oder Protestanten. Sondern nur Christen. Dort braucht es keinen Papst. Jesus Christus genügt völlig. Und das ist gut so! mehr...

Faelchle
26.09.2017
Überraschende Nachricht: Pfarrer Mette verlässt die Stadt

Die Freikirche ist ein weit umspannter Begriff. Darunter sind Pietisten, Anglikaner, Baptisten, Methodisten, Evangelikale , Pfingstler, Charismatiker, quer durchs Gemüsebeet. Die Amtskirchen führen einen klaren Kurs, der den Christen Orientierung bietet, das ist mir weitaus lieber, dafür zahle ich gerne die Kirchensteuer, die man als Freikirchler nur freiwillig entrichten brauch. Wie die Seelsorgerische Tätigkeit aussehen soll. wenn die Stelle von H. Pfarrer Mette nicht mehr ersetzt wird, das ...... mehr...